Leben lernen konkret #73

Shownotes

Manche Lebenswege verlaufen vollständig neben dem klassischen Bildungssystem. Das zeigt die Biografie eines jungen Mannes, der nach schulischem Scheitern, einer ADHS‑Diagnose, jahrelangem Drogenkonsum und sozialem Absturz dennoch den Weg zurück in ein selbstbestimmtes Berufsleben gefunden hat. Seine Entwicklung stellt unser Verständnis von Bildung infrage. Denn echte Lebenskompetenz entsteht oft nicht durch das sture Abarbeiten von Lehrplänen, sondern durch die Fähigkeit, Krisen zu durchstehen und an ihnen zu wachsen.

Doch warum führt ein solcher Weg so häufig erst über den Abgrund? Wo bleiben im Schulsystem jene Menschen, die als Motivator:innen und Lebensbegleiter auftreten? Die Jugendliche jenseits von Notendruck und Normerfüllung wahrnehmen, fördern und auffangen? Warum werden außergewöhnliche oder herausfordernde junge Menschen so schnell als „Underachiever“ oder Störenfriede etikettiert, statt ihre individuellen Potenziale zu erkennen und gezielt zu stärken?

Ist die Schule in ihrer heutigen Struktur überhaupt darauf ausgerichtet, emotionale Intelligenz, Resilienz und Lebensmut zu vermitteln? Beschränkt sie sich nach wie vor zu sehr auf reine Wissensvermittlung? Wie kann es gelingen, dass Bildungseinrichtungen jungen Menschen nicht nur Fachstoff beibringen, sondern ihnen als verlässlicher Anker dienen, der Orientierung bietet und vor dem gesellschaftlichen Abgleiten bewahrt?


Elsbeth Kossmeier und Benedikt Weingartner bewegt das Thema Lernen. Sie setzen sich damit auseinander, was man für das Leben lernt, lernen soll, freiwillig und unfreiwillig, bewusst und unbewusst. Mit ihren unterschiedlichen Zugängen führen sie kritisch und mit utopischen Gedanken im Hinterkopf einen Dialog. Beide sind viel beschäftigt mit jungen Menschen, deren Reaktionen auf Schule, den unterschiedlichen Motivationen, Neues zu entdecken und ins eigene Leben hereinzunehmen, der Fähigkeit zur konstruktiven Auseinandersetzung mit Leben und Welt, ihrer Haltung zum Lernen generell.

Elsbeth Kossmeier ist Gestaltpädagogin, war 40 Jahre lang Lehrerin für Deutsch und Musik an einem Gymnasium sowie Mitarbeiterin an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich. Nach wie vor ist sie Referentin für Lehrende für einen Unterricht, der die Persönlichkeit der einzelnen Lernenden stärkt sowie deren Lernmotivation und Lernerfolg zu steigern vermag. Veröffentlichungen: Einzelnen gerecht werden. Chancen und Herausforderungen eines Unterrichts in heterogenen Klassen, Linz 2013. | „Im Unterricht geht es um mich!“ Die Lernseitige Orientierung von Unterricht, Klagenfurt 2019.

Benedikt Weingartner war 10 Jahre Benediktinermönch, Religionslehrer und später internationaler Künstlermanager im Bereich der klassischen Musik. Seit 2014 ist er Journalist und vor allem auf Außen- sowie Europapolitik spezialisiert. Er moderiert EU-Bürger:innendialoge und EU-Jugenddialoge. Darüber hinaus ist er Moderator und Redaktionsleiter des TV-Jugendtalkmagazins #Europa4me (www.okto.tv/europa4me) sowie der Sendereihe „Europa : DIALOG“ (www.okto.tv/europadialog).

Kontakt: leben-lernen@outlook.com

Transkript anzeigen

00:00:00: We don't need no education.

00:00:05: Thought control!

00:00:09: Leben lernen,

00:00:11: leben lernen.

00:00:14: Wo und wie lernen wir Leben?

00:00:17: Ein Podcast mit Elsbeth Kosmeyer

00:00:21: und Benedikt Weingardner.

00:00:23: Liebe Elsbett ich grüße dich

00:00:25: Und ich grüsse Dich lieber Benedikt.

00:00:28: Ich möchte heute ein Thema vorschlagen.

00:00:33: Vielleicht nur so als Überschrift, Leben lernen konkret an einem konkreten Beispiel?

00:00:41: Ich muss vielleicht für unsere Zuhörerinnen sagen dass du die Geschichte... ich habe dir ganz bewusst im Vorgespräch das nicht gesagt was ich jetzt erzählen werde.

00:00:53: Ich möchte...

00:00:54: Ich hab vor kurzem einen jungen Mann getroffen und mit dem Ein Gespräch gehabt, nicht so im Detail.

00:01:02: Aber es kam einfach ins Gespräch und möchte kurz erzählen seiner Lebensgeschichte oder seine Lebenserfahrung.

00:01:10: Nennen wir ihn Daniel.

00:01:14: Daniel ist einunddreißig Jahre alt.

00:01:16: Daniel kommt aus Niederösterreich, ländliche Gegend und ist ganz normal aufgewachsen mit Volksschule und so weiter.

00:01:28: Seine Eltern, das Elternhaus war eher schwierig.

00:01:33: Die Eltern haben sich dann später auch scheiden lassen.

00:01:36: also würde er heute sagt er hat heute eigentlich zum Vater überhaupt keinen Kontakt mehr und zur Mutter die sieht er vielleicht einmal im Jahr.

00:01:44: Also schwierige Verhältnisse.

00:01:47: Trotz dem viel normales wie ich höre?

00:01:50: Ja dann hatte er mir seine bisherige Lebensgeschichte beschrieben.

00:01:57: so aussieht, dass er in die Volksschule gegangen ist.

00:01:59: Dass er dann ins Gymnasium gegangen ist, das er immer schwieriger Schüler war.

00:02:05: Er hat diagnostiziert ADHS was für ihn irgendwie auch ein Hemdekapp war, aufmerksamkeit und so weiter anlangt.

00:02:15: aber er war ein aufmünfiger Schüler.

00:02:17: es war schwieriger Schüler.

00:02:19: er hat dann weiß ich jetzt nicht ganz genau ob die dritte oder vierte Klasse wiederholt was sie aus der Schule genommen wurden, weil es nicht mehr ging oder weil er auch so schwierig war.

00:02:33: Und ist dann in die Hauptschule gekommen, also heute Mittelschule und da ging's halt weiter nach der Schule hat eine Lehre gemacht, hat die Lehre schon durchgeführt aber er hat relativ früh nämlich schon Und das hat auch mit der Schule und den Problemen zu tun gehabt, ungefähr mit vierzehn zum Kiffen angefangen.

00:03:02: Das hat ihm geholfen mit ADHS umzugehen aber ist halt dann kontinuierlich quasi da mit Kiffem und auf Drogen gewesen.

00:03:14: Dann wie gesagt die Lehre war dann auch im Beruf und dann kam eigentlich so eine Phase wo er nicht mehr gearbeitet habe, wo er arbeitslos war, wo es sozial war.

00:03:28: Es kam dann auch die Pandemie in der Pandemie um das Jahr zweitausend.

00:03:35: Du meinst ein Sozialfall?

00:03:37: Ein Sozialfall sagt eben auch Drogen und so weiter.

00:03:43: und vor zwei Jahren hat er Also er war auch in Therapie eigentlich noch positiv zu sagen.

00:03:56: Es war ihm irgendwie bewusst und vor zwei Jahren hat er quasi die Kurve gekratzt, also so mit Ende zwanzig hat aufgehört mit den Drogen, mit dem Kiffen, hat einen Job bekommen im Betrieb mit dreißig Mitarbeitern.

00:04:15: Und bei dem Gespräch hat er mir eigentlich stolz gesagt, das erste Mal in seinem Leben gilt er was.

00:04:23: Ist er wer?

00:04:24: Hat Verantwortung weil er ist mit einem anderen Kollegen zuständig der es ihm sogar quasi unterstellt.

00:04:35: also hat Verantwortung und seine Aufgabe.

00:04:39: aber und das war dann die Sorge und das beschäftigt ihn sehr.

00:04:45: Er hat die Sorge, dass dieser Betrieb, der ihm jetzt diese Stabilität gegeben hat, den er jetzt das erste Mal in seinem Leben ein Halt gegeben hat – er hat jetzt die Sorgung, dass Dieser Betrieb dieses Jahr nicht überlebt und dass er wahrscheinlich einfach den Job verliert, verschlieren wird.

00:05:08: Also das befürchtet er, ich weiß es nicht wie konkret es ist aber es klang so Und ich fand dann bemerkenswert, was er dazu gesagt hat und was seine Sorge ist.

00:05:21: Nämlich dass er gesagt hat Ich möchte nicht ins Kiefen zurück.

00:05:27: Ich möchte ein Sozialfall zu werden.

00:05:32: Seine größte Sorge is eigentlich heute wo er stolz im Leben steht verdient und er möchte kein AMS-Fall.

00:05:44: Und er hat das so ausgeführt, was habt ihr seine Betreuerin?

00:05:47: Was habt ihr dir alles vorgelogen?

00:05:49: und so weiter.

00:05:53: Ich habe mich beim Zuhören sehr bewegt weil ich einfach gespürt hab wow da ist ein junger Mann bei dem so viel schief gegangen ist und so viel belastet und der quasi auch wie es schildert Er wirklich immer wieder am Rand gestanden ist.

00:06:20: Am Rand vom Abgrund quasi und es heute ganz stolz sagen kann, dass er's geschafft hat.

00:06:29: Und ich habe auch das Gefühl gehabt, boah!

00:06:33: Das ist ein guter Mensch der hats verstanden, der hats durchlebt, der hat was gelernt fürs Leben oder aus dem Leben wenn man so sagen will, auch das Leben lernen gelebt und den Wert und ganz bewusst dass er das was er jetzt hat nicht verlieren möchte.

00:06:57: Und das bewahren möchte.

00:06:58: Das ist das eine und das zweite und das wäre eigentlich gar noch ein bisschen der Anknüpfungspunkt wo ich unsere Gespräche dran knüpfen möchte.

00:07:12: Ich habe mir beim Zuhören gedacht Eigentlich schade, und ich habe es auch zu ihm gesagt.

00:07:18: Was du eigentlich auch gebraucht hättest, wär sowas wie ein Lebenscoach.

00:07:24: Vielleicht was in der Therapie etwas aber... ...was meine ich mit Lebenscoaching?

00:07:29: Ich mein's im System sei es in der Schule oder sei es dann in der Ausbildung jemand einen Motivator oder eine Motivaturin die dir einfach sagt, was du kannst oder dich fördert.

00:07:44: Also, weil das ist was ich eigentlich an dieser Geschichte vermisse.

00:07:49: Jemand der ihm nicht da... Er ist ein Einzelkämpfer und er hat es geschafft aber wie wunderbar wäre es wenn er Menschen begegnet wäre die ihm gesagt hätte oder ihm einen Weg aufgezeigt hätten, ihm motiviert hätten?

00:08:08: Das ist das was mich sehr bewegt hat und was der Zusatz war zu dieser, dazu gebracht hat dir und unseren Zuhörerinnen diese Geschichte.

00:08:21: Diese wahre Geschichte, eine Lebensgeschichte von einem jungen Menschen die ich da geschildert bekommen habe zu erzählen.

00:08:30: Und ja was macht das mit dir?

00:08:35: Also ich bin schon sehr begierig auch da etwas dazu zu fragen weil diese Geschichte eigentlich etwas ist, was mich immer schon auch als Lehrerin bewegt hat und ich bin mehr und mehr draufgekommen in meinem Leben.

00:08:54: Dass das eben nicht ein Einzelfall ist sondern dass wir immer und zu jeder Zeit Menschen in der Schule haben die schwierig sind da?

00:09:08: Die als schwierig empfunden werden weil sie einfach nicht tun Was so die Normalen tun, weil sie scheinbar nicht können was andere können oder Widerstand leisten ganz unverständlich für andere.

00:09:30: Das habe ich vielfach bemerkt und wie du vielleicht weißt oder nicht weißt lieber Benedikt war ist ja eine Lehrerin die diese Typen auch immer ein bisschen um mich versammelt hat Weil man das immer so weh getan hat, wie ein Lehrerkollegium weiß was der jetzt braucht.

00:09:53: Dass man den zurecht stutzen muss und dass man den zeigen muss sozusagen wo es lang geht und ihn härter anpacken und mehr straffen und in mehr Konsequenz entspüren lassen.

00:10:07: oft sind's Burschen.

00:10:09: Sind Mädchen auch oft sinds Bursche.

00:10:16: Ganz schwer offenbar, ich sage jetzt einfach was mir so einfällt.

00:10:20: Ist das okay?

00:10:22: Offenbar ist es ganz schwer für Lehrerinnen und Lehrer zu erkennen, was hinter diesem Verhalten steckt oder was an Fähigkeiten die dieser Mensch hat da ist.

00:10:42: Also man stuft sehr schnell die sogenannten Under-Achiever, heißen sie in der Fachsprache.

00:10:50: Das stuft man sehr schnell auch als Dumm ein – also mit einem niedrigen IQ!

00:10:57: Weil Sie halt auch notenmäßig nicht viel zusammenbringen, weil Sie nichts üben oder nicht in die Schule gehen immer und solche Verhaltensweisen an den Tag legen, Servieren und so, und die So ist ja so.

00:11:14: Die hat einfach aus der Norm fallen?

00:11:16: Ja,

00:11:16: aus der Nordfalen, ja!

00:11:18: Und seit ich mich mit Individualisierung beschäftige, das ist ja ein Zauberwort in der Pädagogik inzwischen schon seit zwanzig Jahren auch in der gesamten Literatur zu immer vergleichen mit einem Bundstift-Set.

00:11:38: Und die Schule spricht dann den Durchschnitt an, wo nicht einer größer und ein kleiner ist.

00:11:47: Ein Stift mehr gespitzt, weniger gespitzt, sondern wo man dieses Segment herausnimmt, wo alle gleich groß sind.

00:11:53: Und das ist aber nicht die Welt!

00:11:57: Da habe ich mich wirklich durch die Literatur gelesen, gibt es zu im deutschsprachigen Raum.

00:12:04: Die gibt's natürlich auch in anderen vor dem westlichen Staaten.

00:12:12: Aber durch Dill habe ich mich auch durchgelesen und immer dieses ähnliche Phänomen getroffen, wo man dann sagen muss, aha trotz der Schule hat er seinen Weg gemacht.

00:12:26: Verstehst du?

00:12:27: Und das war viel Motivation für mich um mich auf den Weg zu machen tatsächlich nicht nur ... bei der Haltung gegenüber allen Schülerinnen und Schülern zu bleiben, dass ich sie alle mochte.

00:12:44: Und zu verstehen versuchte, sagen wir es so gibt's ja auch viele Gott sei Dank Lehrerinnen und Lehrer die das so sehen sondern wo ich dann auch nachzudenken begann was brauchen denn die?

00:13:00: Was brauchen denn dir denn den Grund warum man auf Widerstand geht?

00:13:04: wie könnte ich ihn beschäftigen, was könnte ich für eine Aufgabe stellen damit ein Zugang zu einem Thema möglich wird?

00:13:18: und so bin ich eigentlich auf diese modernen die taktischen Ansätze gekommen.

00:13:25: Die auch in verschiedenen Schulen in der Schweiz, in Deutschland vor allem in Österreich noch weniger aber auch praktiziert werden.

00:13:34: wo man dann drauf kommt Es ist auch große Pädagogen wie PHG und so sind auf diese Ideen gekommen, dass nicht die Schülerinnen und Schüler überlegen müssen was will denn der oder die Lehrer informieren sondern wo Lehrende sich bemühen zu schauen.

00:13:58: Wie kann ich den die erreichen?

00:14:02: Und das führt dann schon auch zu einer anderen Didaktik.

00:14:07: Also wie mir zum Beispiel eine neue Mittelschullehrerin erzählt hat, wo niemand gewusst hat was soll man denn mit diesem Jungen machen?

00:14:18: Ja auch so ein schwieriger Junge der nie was gelernt hat und so auch so einen dreizehn-vierzehnjährigen.

00:14:25: Und sie hatte ihm dann einfach... Das ist jetzt ganz eine primitive Methode ja aber es wird im einfachen Hof von Zeitschriften hingelegt und hat gesagt, magst du vielleicht auf einem Backpapier oder einen Flipchart-Papier magst du vielleicht zu dem Thema, wo wir jetzt sind eine Collage machen.

00:14:46: Und der hat halt dann zwei Stunden lang herumgeschnipselt und dazwischen wahrscheinlich auch wieder was gelesen.

00:14:53: Das weiß man nicht!

00:14:55: Aber das war halt etwas wie sie ihn holen konnte und vielleicht noch zwei drei andere auch...

00:15:04: Aber du sagst eben, mit dem Hohlenkonten oder Reichenkont.

00:15:09: Das

00:15:09: ist halt auch dann die Schwierigkeit.

00:15:13: Aus meiner Beobachtung geht es auf diese Ebene oft gar nicht weil die schwierigen werden abgestempelt.

00:15:23: Das sind die Raude, das zeigt sich ja dann unterschiedlich entweder weil sie gewalttätig sind und ständig unruhe und die muss man quasi unter Kontrolle bekommen und abstellen.

00:15:35: Und da ist ja, wie das System meistens reagiert, die eintämmen.

00:15:43: Also die einfach unter Kontrolle bringen aber da geht nicht der Schritt weiter.

00:15:48: Das was du jetzt beschrieben hast, die dann zu erreichen oder einzubinden oder vielleicht methodisch anders zu aktivieren.

00:15:59: Ja und Benedikt meiner Meinung nach... ist es ja nicht nur sozusagen ein humanes Projekt, ein menschliches Projekt das man halt die Menschen auch einbindet.

00:16:16: Das ist für mich aus meiner Sicht ein sehr wichtiges gesellschaftliches Problem.

00:16:21: den ungebildete, clevere Menschen weil sie in der Schule nichts lernen, weil sie durchfallen und sich auch Bildung verweigern.

00:16:36: Aber trotzdem intelligent sind!

00:16:41: Die halte ich für nicht ungefährlich in unserem System.

00:16:46: Weil ich ja ein Bildungsmensch bin und ich mir denke... Elbogentechnik oder rein materialistisches Denken, oder clevere Methoden die auch so ein bisschen am Rahmen des Gesetzes gehen und so.

00:17:10: Da ist natürlich der kluge Mensch oder sagen wir da clevere Mensch kann das machen.

00:17:17: aber der gebildete Mensch bezieht ja auch andere Parameter mit ein in seinem Turm Was das gesellschaftlich heißt, was das für die Menschen heisst.

00:17:29: Das klingt mir schon sehr noch ideal, weißt du nicht ob das so ist?

00:17:33: Ich

00:17:33: bin

00:17:35: ja

00:17:35: Idealistin.

00:17:36: Ja ich bin auch Idealiste aber ich habe es nicht ganz verstanden wie Du das gemeint hast mit dem Gefährlichen.

00:17:47: Naja vielleicht ist das jetzt unangebracht dass hier in einem Podcast zu sagen

00:17:56: Es hat so geklungen, deswegen frage ich nach.

00:17:59: Wie ungebildet ist gleich gefährlich?

00:18:06: Ungebilded und gescheit!

00:18:09: Gescheitert in der Schule aber sehr gescheidt.

00:18:13: Also sagen wir so, ein Honig-Kuh von mir raus.

00:18:17: Ja

00:18:18: aber da gibt es viele Beispiele und das finde ich noch nicht gefährlich weil so jemand kann ja trotzdem seinen Weg gehen.

00:18:26: Da muss er ihn jetzt noch nicht unterstellen

00:18:28: dass

00:18:29: er demagogisch ist.

00:18:30: Aber ich habe schon verstanden... Das könnte

00:18:33: gefährlich sein!

00:18:34: So's muss man sagen, das könnte gefährlig sein.

00:18:36: Das habe ich mir gedacht, dass du das gemeint hast sowieso auch verstanden fragen, weil sonst wäre es mir persönlich zu einseitig.

00:18:48: Aber das ist eh nur ein Side-Step.

00:18:53: Im Grunde genommen...

00:18:56: Weil um zum Beispiel zu diesem jungen Mann zurückzukommen muss ich sagen und ich habe ihm das sogar gesagt Da ist er am System gescheitert.

00:19:08: Der ist am System Schule gescheiter, der ist ausgestiegen und hat keine Matura gemacht.

00:19:14: Er hat dann eben eine Lehre gemacht, wobei man das auch nicht gering schätzen darf, sondern ganz im Gegenteil hat es ja dann gemacht, hat einen Beruf gelernt.

00:19:24: okay diesen Beruf da noch nicht ausgeübt aber rein was emotionale Intelligenz anlangt an Lebenserfahrung und das meine ich auch mit dem Leben Lernen, fern jetzt von schulischen Wissen und Bildung hat er seine Lebensbildung gemacht.

00:19:48: Und das habe ich schon gespürt weil er reflektiert hat seine Grenzen die Problematik seiner diagnostizierten ADHS aber dann natürlich auch des Versagen vom System der in der Reflexion dann auch sagt wie furchtbar war es, dass er über die Jahre gekifft hat.

00:20:09: Wie furchтbar war ist das er arbeitslos war, dass sie eigentlich gar nicht arbeiten wollte und wir jetzt den Wert spürt und merkt.

00:20:21: So schön!

00:20:22: Verstehst du?

00:20:23: Das hat mich so bewegt und deswegen wollte ich danach fragen... hatte da in dem Fall, muss ich sagen okay ungebildet weil ich ihn nicht das Ungebildete empfunden habe sondern es hat's für mich so aufgewogen.

00:20:43: und was das ist diese Noirs von Wissen oder was lernt man fürs Leben verstehst du?

00:20:49: In welche Richtung?

00:20:50: Ich denke weil genau dieses Gefühl hatte.

00:20:54: Ich hatte von seiner Erzählung seines Lebens und wo er jetzt steht Und ich war dann eigentlich überrascht eigentlich so erst geglückt in den letzten zwei Jahren.

00:21:05: Aber für mich war einfach da der Punkt, wir können so gescheite Überschule und geglückte Bildungswege reden.

00:21:14: aber ich hatte emotional im Zuhören zumindest zu dem Punkt wo er heute steht das Gefühl hat irgendwie Leben lernen gelernt.

00:21:28: Also, mich berührt ja diese Geschichte auch sehr.

00:21:33: Sehr und ich denke das ist natürlich ein Fall wo man sagen muss danke und großartig dass das auch vorkommt.

00:21:47: Wo Menschen sich aus unmöglichen Situationen wo andere sagen der ist sozusagen verdammt dazu ein Misserfolgsmensch zu werden, die sich da herauswurscht.

00:22:07: Das ist ja auch eine Frage der Entscheidung und der Freiheit?

00:22:11: Ja!

00:22:11: Natürlich gibt es so viele Hürden – das sehen wir bei vielen Lebensgeschichten – wo eine Hürde nach der anderen kommt und es einfach so schwierig ist, herauszukommen.

00:22:23: Und sich quasi selbst zu retten weil man nicht mit dem Schopf aus dem Sumpf ziehen kann.

00:22:30: aber ich glaube dass solche Lebensgeschichten... Weil es geht um die Suche Es geht um das eine Möglichkeit zu finden vielleicht auch vollkommen aus der Norm.

00:22:45: also der hat halt seine sein Bildungsniveau oder seine Ausbildung lebt.

00:22:51: Und das wird ihm wahrscheinlich viele Probleme schaffen, auch was dann späterer Jobs und so weiter anlangen.

00:22:59: Aber er hat eine Erfahrung gemacht und das möchte ich gar nicht bewerten sondern mich hat wirklich... Ich kann es eben nur so emotional einfach auch sagen Diese emotionale Seite hat mich einfach so bewegt.

00:23:18: Na ja, sicher!

00:23:19: Und zu unserem Podcast ist natürlich auch eine sehr schöne Geschichte, weil wir öfter schon darüber gesprochen haben was lernen wir ganz von selber?

00:23:30: Was leert uns das Leben und die Lebensumstände?

00:23:36: Natürlich für mich sind es aber dort trotzdem... Ich will es nicht wirklich Wundergeschichten nennen, aber ich glaube der Prozentsatz ist doch eher unterfünfzig Prozent.

00:23:50: Glaubst

00:23:51: du dass das eine Wunder-Geschichte ist?

00:23:54: Ich glaube... naja!

00:23:58: Das hat jetzt viele Aspekte.

00:24:00: man kann auch sagen Schwierigkeiten die Du hast im Leben oder Prügel die dir das Leben vor die Füsse wirft machen dich auch stark.

00:24:10: Man lernt

00:24:11: draus oder reift draus.

00:24:13: Oder wie man so oft sagt, da lernt man sich durchzubeißen?

00:24:17: Ja und wenn man dann noch dazu vielleicht eine Vision hat was man selber erreichen möchte hilft einem das noch dass man weiter kommt.

00:24:27: ja ich habe auch selber eine Enkelin die überall durchgefallen ist und dann auch oh wie schade haben alle gesagt mit die Schule überhaupt abgebrochen hat, alles hingeschmissen hat.

00:24:41: Dann auch – also das ist ein bisschen eine Parallelgeschichte in Nutschlafstelle geschlafen und mit Drogen und solche Dinge.

00:24:51: Aber sie wird es auch geschafft.

00:24:54: Sie hat dann auf irgendwelschen wegen dir es halt dann gab, weil sie viele auch aus den Unterstützungen herauskriegt.

00:25:03: Dann kennst du die Pentium mehr für die Matura oder so.

00:25:08: Sie hat auf jeden Fall mit der Matura gemacht und studiert jetzt Sprachen, macht eine Erasmus-Ja in Spanien, war in Vietnam.

00:25:23: Sie kann sofort ... Schauen, dass er sich selbst erhält.

00:25:27: Sie war in Vietnam vielleicht zwei Wochen und hatte dann schon einen Job wo sie Touristen in englischer Sprache herumgeführt hat.

00:25:37: also sie durch wirkliche Probleme in der Kindheit auch mit den Eltern mit was weiß ich so wie dieser junge Mann von dem du berichtest.

00:25:49: die haben es geschafft aber das ist selten glaube ich.

00:25:55: Ja, ich weiß es nicht.

00:25:56: Und wenn dann würde ich fragen warum ist es so selten?

00:26:00: und wo sind da vielleicht auch die fehlenden Unterstützungen vom System oder von der Gesellschaft?

00:26:10: Ich glaube dass umgekehrt diese perfekte Vorstellung wie ein Bildungsweg heute geht Vielleicht auch gar nicht mal so perfekt ist oder auch in Zukunft, weil die Schwierigkeiten immer größer werden.

00:26:30: Wenn ich sozusagen psychologisch betrachte, dann müsste man dann kann man sagen wenn einem Kind gezeigt wird wie immer von zu Hause und der Schule du bist un- oder du passt nicht in diese Welt Du bist wieder ein Großvater oder deine Großmutter, eine solche und solche.

00:27:00: Dann ist halt die Wahrscheinlichkeit sehr groß dass man das dann irgendwann auch selber glaubt.

00:27:08: Und die schaffen es eben nicht!

00:27:11: Wenn du so stark bist in deiner Seele vielleicht in deine Psyche, in deinem Wesen trotzdem sagen kannst, und das stimmt nicht.

00:27:26: Das haben sie mir eingeredet!

00:27:28: Und ich bin nicht so viel anders als die anderen.

00:27:31: Ich bin nicht ein unmöglicher Mensch, den die Lehrer zurecht nicht mögen oder so.

00:27:39: Da brauchst du schon viel Kraft – und ob es nicht eine Urkraft ist, die in manchen Menschen ist wie in diesem jungen Mann, der eh zuerst einmal auch an Boden gelegen ist, sage ich mir so symbolisch unter Anführungszeichen.

00:27:56: Also muss ja gar nicht nur das schlechtreden sein sondern es ist und dass es viel Realität mangelnde Unterstützung weil die Eltern gar nicht präsent sind wenn die Eltern keine Aufmerksamkeit haben mit sich selbst und anderen Dingen beschäftigt sind und die Kinder oder Jugendlichen Eigentlich, ja da in die Schule gehen aber so gut wie keinerlei Unterstützung von den Eltern bekommen weil wir eben nicht die Kapazität haben.

00:28:32: Das ist auch viel, viel Realität.

00:28:35: Ja und das hat sich natürlich schon verändert in den letzten Jahrzehnten.

00:28:42: So zu sagen wenn mir Menschen jetzt so viertig Jahre alt sind, vierzig bis fünfzig.

00:28:49: Er hat mir gerade neulich wieder einen jungen Mann erzählt.

00:28:53: Er hatte keine Unterstützung von zu Hause, er wurde in der Früh rausgeschickt zusammen mit den anderen Kindern, haben sie ihn den ganzen Tag verbracht irgendwo im Wald an Bächen und in der Natur, haben da verschiedenes gemacht auch vieles was die Eltern Gott sei Dank nicht erfahren haben aber wenig Unterstützung gehabt und es ist halt dann trotzdem wie man so schön sagt, unter Anführungszeichen etwas aus ihnen geworden.

00:29:23: Was immer das heißt!

00:29:25: Aber wenn das heute ich glaube dass das vermehrt zunimmt, dass Eltern es viele Eltern gibt auch die wenig Zeit haben für die Kinder weil sie so in der Not sind dass sie alles unter einen Hut bringen von den verschiedenen Arbeitsstellen von der eigenen Unsicherheit am Arbeitsplatz und Und von der Partnerfindungsgeschichte und also diese mehr und mehr apandengekommene klare Rollenverteilung, wobei ich dem nicht mir das nicht zurückwünschen.

00:30:05: Aber trotzdem ist es so dass... Kinder ein Nest brauchen.

00:30:09: Kinder brauchen Sicherheit, Kinder brauchen

00:30:11: ... Ja ja aber wenn das eben nicht da ist?

00:30:13: Wenn das nicht da isst dann finde ich es heute schlimmer als am Land und früher weil da waren sie irgendwie eingebettet in die Natur auch in die Formierers in der Natur Magie, in dasselber tun und lernen aus dem was sie da alles gemacht haben.

00:30:31: Das Unterschied ob das in der Stadt ist zu dem, wie es heute oft ist.

00:30:36: Wenn die Kinder dann halt auch niemanden haben der sich kümmert aber heute einen ganzen Tag sich in den Social-Medias bewegen.

00:30:45: Zum Beispiel ich habe ja vorhin so das Stichwort gesagt bei wie ich die Geschichte von einem jungen Mann erzählt hab wo hat's Menschen gegeben?

00:30:55: So ein Lebenscoach wo Motivation kam und was du jetzt gerade beschrieben hast wenn man anschaut dass heute die Bildungsgeschichten, die Lebensgeschichten unter schwierigen Voraussetzungen sind.

00:31:09: Aus der Norm weil das Leben vielleicht viel herausfordernder ist dieses wohlbehütete dass wir vielleicht so selber kannten das glaube ich gibt es zunehmend weniger und seltener vielleicht in einer gewissen Gesellschaftsschicht aber nicht jetzt in der Breiten.

00:31:37: Und dann frage ich mich, wo ist das System?

00:31:41: Ist das System Schule?

00:31:44: Man kann drüber streiten und abwehren und sagen dafür ist doch die Schule gar nicht zuständig.

00:31:50: Aber wenn ich danach frage, wo sind die Motivaturen?

00:31:58: Die Coaches... Menschen in ihrer Bildungs-, in ihrer Lebensgeschichte begleiten, motivieren, auffangen und dann komme ich doch dazu dass sich sagen muss das Bildungssystem der Schule hat da eine Verantwortung.

00:32:16: Ja also bädigt

00:32:18: absolut gut!

00:32:18: Wir haben sie nämlich oft schon thematisiert Und dann wurde er gesagt, ja aber die Schule, die Lehrerinnen sind jetzt keine Psychologen.

00:32:27: Sind sie auch nicht?

00:32:28: Aber Lernmotivatorinnen sind sie doch!

00:32:32: Natürlich also das hat mich immer schon aufgeregt.

00:32:37: ich bin Nicht-Germanistin.

00:32:40: Ich bin Deutschlehrerin und Lehrerin heißt Vermittlerin, die sich überlegen muss.

00:32:46: Wie kann ich den Lernstoff, der zu meinem Fach gehört?

00:32:53: Wie kann das machen, dass meine Schülerinnen eben den Dialog aufnehmen mit diesem Lernstoff?

00:33:01: Dass sie auch bereit sind da etwas zu tun?

00:33:05: und wie kann ich so viel?

00:33:06: Psychologin muss ja nämlich schon sein!

00:33:11: Ich habe auch den Job der Psychologen Natürlich bis dorthin, wo ich nicht mehr zuständig bin.

00:33:20: Das braucht eine sehr klare Definition.

00:33:22: Ich darf als Lehrerin kein mit mir nicht einbilden.

00:33:26: Ich kann ein magersüchtiges Mädchen heilen oder ich kann das Kind eines Alkoholikervaters retten.

00:33:34: Also das hat natürlich... die Psychologie, die die Lehrerin können muss.

00:33:40: Das sind solche Sachen, dass sie weiß, dass es ihr Misserfolgsängstliche Menschen gibt und Gott sei Dank auch Erfolgszuversichtliche, die wissen, dass Sie das schaffen.

00:33:51: Dass an der Achiever nicht heißt, dass ist ein Rotel, der zu nichts Nutzer ist sondern dass das verschiedenste Ursachen haben kann

00:34:00: usw.,

00:34:01: also so viel ich muss... so viel psychologische Hintergründe, die das Lernen erfordern, dass ich das weiß.

00:34:10: Ja, wie der Mensch lernt!

00:34:12: Das muss ich schon haben und immer so...

00:34:16: Aber was sagst du jetzt und beschreibst du?

00:34:20: Das müsste man habe.

00:34:21: Ja aber es passiert viel zu wenig.

00:34:23: Da wollte ich nachfragen.

00:34:25: Ja

00:34:25: darum regeln wir auf.

00:34:27: Warum passiert's zu wenig?

00:34:28: Jetzt hab' ich zum Beispiel, das ist nicht eine Frage warum, aber jetzt hab' Ich Enkelkinder Ich habe mehrere und zusammen mit meinem Mann sind sie insgesamt zwölf.

00:34:38: Und da gibt es natürlich auch so Wesen, ich denke daran einen Einkind ein unglaublich zartes Wesen der mit ganz großen Augen in die Welt schaut aber ganz wenig spricht!

00:34:52: Und... ...ich hab immer Angst er wird in der Schule wenn er jetzt dann ins Gymnasium kommt für mich ganz vollgenommen Weil ich nicht weiß, ob es Lehrer und Lehrerinnen gibt.

00:35:06: Die dann so ein Wesen das solange braucht bis es die Antwort gibt weil es vorher so viel denken muss dass es Lehrer findet das heißt ein bisschen erkennen weil es ist nicht norm man darf in der schuhe in der regelschule eine gewisse zeit bis man die antwort sagt nicht überschreiten wird drüber gefahren.

00:35:31: also es gibt meiner Meinung nach immer noch nicht ausreichend gebildete Lehrerinnen und Lehrer, gebildet in der Behandlung von jungen Menschen.

00:35:49: In dem eingehen auf diese unterschiedlichen Arten zu lernen, die es halt gibt!

00:35:59: Aufgrund auch der Geschichten natürlich haben haben viele Lehrerinnen die Situation, dass sie auch Kinder in der Schule haben aus schrecklichen Situationen oder Kinder, die Kriegsituationen erlebt haben.

00:36:17: Kinder, das Alkoholisierte oder Alkuhlkrank gefällt, da haben uns auch ganz schwere Gefälle.

00:36:28: Aber natürlich mit diesem Wissen im Hintergrund ... Reicht es nicht, was ich auch immer wieder lese in Lehrerberichten?

00:36:38: Reicht das nicht wenn man ein ganz starkes Mitgefühl mit diesen Kindern hat.

00:36:44: Das haben viele Lehrerinnen und Lehrer.

00:36:46: also diese Liebe zu Kindern haben viele Lehrerinnen und Lehrern was schön ist ja das lese ich halt immer wieder.

00:36:59: aber dann auch das No Haar wie man dann tut Was man dann tun muss, das Mietgefühl reicht da nicht.

00:37:07: Ich muss ja auch wissen wie kann ich nun dieses Kind ansprechen dass es mich auch wirklich hört?

00:37:16: Also weißt du wenn ich dir so zuhöre und gleichzeitig in meinem Kopf Bilder von Schule und wie Nicht jetzt meine eigene Schulerfahrung sondern sowie Schule heute erlebe Und vor allem Ich glaube, in der Volksschule sind die Lehrerinnen und Lehrer noch viel näher am Kind.

00:37:44: Ja aber es passiert auch schon vieles...

00:37:46: Aber später wird's vielleicht in der Mittelschule, gerade wenn Lehrkräfte kontinuierlich mehr mit einzelnen Schüler zu tun haben weil sie einfach mehr in der Klasse sind Aber eben in DHS, aber dann auch später in der Sekundarstufe II.

00:38:07: Egal ob Gymnasium oder dann Berufsbilden in den höhere Schulen... Ich glaube da ist oft einfach gar nicht mehr die Kapazität oder es ist ja auch wenig vorgesehen.

00:38:20: wo gibt's diese Möglichkeit?

00:38:24: das nennt jetzt einfach so dass dieses Coachings, dieses Wissenscoaching oder auch Erfahrungscoaching.

00:38:34: Gerade wenn man dann zum Beispiel auch im Hinblick auf großer Begriff, der jetzt oft kommt mit den Kompetenzen und den Kompatienz-Zielen – okay das kann man haben wir viele Podcast dazu gemacht und du bist Expertin dafür lernen methodisch natürlich umsetzen.

00:38:53: Es wird auch noch nicht so gemacht!

00:38:55: Das stimmt, das haben wir auch oft angesprochen.

00:38:58: aber ich denke mir eben ausgehend von diesem erzählten Beispiel, wo passiert?

00:39:05: Wo erreicht man einem Menschen individuell in diesem System das Wasser vielleicht an Portion diesen Stupser oder Schupser wie man so sagt hat und braucht dass er in seinem Leben oder sie in ihrem Leben vielleicht was aufgezeigt bekommt.

00:39:28: Und der Mensch ist ja da eh, meine Erfahrung nach eh insgesamt eher bescheiden.

00:39:36: Ich habe oft schon Menschen reden gehört oder mir erzählen gehört die gesagt haben aus ihrer Schulzeit, der sowieso von mir aus der Geografie lehrer oder die sowieso Englisch-Lehre ist egal Die hat mich eigentlich das Leben gerettet weil sie war die einzige Entweder an mich geglaubt hat, die Einzige, die gesehen hat, dass ich auch was kann.

00:40:04: Der Einzigen der mir Zuspruch gegeben hat weil er mir etwas zugetraut hat und wenn...

00:40:11: Das ist interessant solche Geschichten kenne ich auch.

00:40:14: Ja!

00:40:14: Und wenn die wenigstens eine solche Rede haben hilft ihnen das schon ja aber natürlich werden sie von anderen da trotzdem dann wieder in der Literatur schaust.

00:40:32: Es gibt ganz viele dramatische Schulgeschichten, wo junge Menschen schon in all den Jahrzehnten vor uns zugrunde gerichtet worden sind von irgendwelchen unglaublichen

00:40:46: Leerenken.".

00:40:48: Ja, das gibt's halt.

00:40:49: Und es ist sehr blöd wenn uns das heute mit dem Wissen dass wir jetzt inzwischen haben wie Lernen geht ja Wenn wir dann immer noch solche Haltungen Einstellungen auch Methoden immer noch haben weil wir wissen ja dass man unter Zwang nicht lernen kann.

00:41:12: Aber das hat sich nun nicht herum gesprochen und Es ist jetzt das letzte Profil, das herausgekommen ist, beschäftigt sich wieder mit den Lehrerinnen und Lehrern als unmöglicher Job.

00:41:27: Ein unmöglichen Job wäre ihn zu sein und da werden verschiedene Interviews und immer wieder kommt er raus.

00:41:36: Man ist konfrontiert mit dieser Orientierungslosigkeit der jungen Menschen und nicht lernen wollen Wissens vermitteln wird immer schwieriger.

00:41:51: Aber wer sind wir denn?

00:41:53: Wir sehen einfach keine, wie du es zuerst gesagt hast.

00:41:57: Muss ich jetzt wirklich auch Psychologe sein und muss ich Betreuerin sein, muss ich Soziologin sein?

00:42:04: was muss sich denn alles sein?

00:42:06: das kann er nicht.

00:42:07: bin ausgebildet als Lehrerin und Aus.

00:42:09: Ja eben dass die Abwehr die da passiert.

00:42:12: Bin ja nicht dafür zuständig!

00:42:14: Ich bin halt da benedigt vielleicht Ich weiß nicht, wer das anhört.

00:42:18: Aber ich bin halt sehr streng.

00:42:21: Weil ich sage Ja!

00:42:24: Das gehört zum Vermitteln von Wissen dazu Der Blick auf jene Menschen denen ich etwas beibringen möchte und dass sie nie aufhören darf Und ich schwöre bei meinen Berufsethos Dass ich auch nie aufgehört habe mich weiterzubilden und immer wieder nachzudenken, wie kann ich es tun?

00:42:52: Wie kann ich dieser Gruppe an Menschen die wieder ganz anders sind als ich sie bisher erlebt habe.

00:42:58: Was könnte ich mit denen

00:42:59: tun?!

00:43:00: Wie könnte ich Sie ansprechbar machen für das was ich ja verpflichtet bin so ein Gericht mehr werden Leerplan zu erfügen!

00:43:13: Aber schon Elspeth Wir reden da jetzt natürlich über die schwierigen.

00:43:20: Ja, aber ich möchte schon ein bisschen erweitern eigentlich und hinterfragen inwieweit passiert diese Lebenslernmotivation grundsätzlich?

00:43:33: Und du hast ja jetzt gerade geschildert dass Lehrerinnen beklagen sie sind Ihr Job wäre eigentlich Wissensvermittlung, aber sie sollen jetzt plötzlich alles sein von Therapeuten ein bisschen sicher.

00:43:52: Und dann werbt man sich da ab.

00:43:55: Aber wenn wir von Leben lernen und Leben lernen in der Schule reden ... Da komme ich halt die Frage, wo ist wirklich ... Wir setzen das immer voraus.

00:44:09: Wir setzen voraust dass das was in der Schule passiert diese Bildungsvermittlung, dass sie auch befähigt zum fürs Leben.

00:44:20: und es wird in den Anforderungen von politischen Beschreibungen und Äußerung gesagt Die Schule ist dazu da, wir haben es auch oft schon so genannt aufs Leben vorzubereiten.

00:44:33: und ich kratze ein bisschen an der Fassade.

00:44:37: Nämlich an dem sagt das jetzt etwas übertrieben.

00:44:41: aber man meint dass die Wissensvermittlung eindimensional genau das ist was aufs leben vorbereitet und vergisst.

00:44:52: subjektive individuelle Mensch, ja der ist, der dann seine Lebensverwirklichung macht mit dem Wissen das er vielleicht mitbekommen hat.

00:45:03: Aber welche Aspekte sind denn trotzdem noch notwendig das Leben des Berufsleben zu meistern und ein Teil der Gesellschaft zu werden?

00:45:14: Das finde ich auch benedigt, dass wir das genauer besprechen sollten aus dem Zusammenhang heraus.

00:45:23: Weil natürlich haben wir jetzt über die Schwierigen geredet, aber wenn ich beginne zu sprechen über die, die wunderbar das System durchschritten haben.

00:45:32: Wie zum Beispiel auch einige unserer Enkel, ja?

00:45:35: Die haben also alle von meinem Mann sind haben die Matura schon gemacht.

00:45:39: Das sind jetzt alle fertig!

00:45:41: Sie haben nicht alle Maturer, aber sie haben die Schulaufbahn beendet und da gibt es natürlich auch welche, die haben das System perfekt durchschaut

00:45:51: Durchschaut oder durchlebt?

00:45:53: Ich will auch sagen, durchschaut.

00:45:55: Die auch so eine gewisse Verachtung haben den Lehrerinnen und Lehrern gegenüber weil sie sagen ja Sie können halt ihr Fach und sonst können es nichts.

00:46:06: also wenn wir jetzt beginnen über jene zu sprechen die die Schule sehr gut durchlaufen und gute Noten haben und positiv sind da haben wir wieder noch einmal ein anderes Thema.

00:46:19: Weil natürlich haben Kinder, die ein Elternhaus haben das ihnen ein sogenanntes gut bürgerliches Elternhaus wo sie auch einen Nest vorfinden.

00:46:31: Wo man sich auch kümmert um sie... Die haben noch eine andere Einstellung zur Schule.

00:46:41: Die haben nicht von zu Hause her in Defizit vielleicht trotzdem aber eigentlich nicht.

00:46:51: Wenn ich schaue, was die können... Die machen halt die Schule.

00:46:55: Das sehe ich!

00:46:55: Was will die Schule?

00:46:57: Und ich seh es bei diesen jungen Menschen, weil du sagst wo lernen sie was in der Schule Lernen?

00:47:04: Sie streben

00:47:06: Sie haben die Anforderungen erfüllt Ja

00:47:09: und sie lernen herauszufinden wie man zu guten Noten kommt und dass es nicht notwendig ist, wenn man sich besonders anstrengt.

00:47:20: Man muss nur wissen wie man die Wege findet...

00:47:23: Das lehrtes System!

00:47:25: Und genau so wie ein Erziehungswissenschaftler gesagt hat wir Österreicher sind halt eine Gesellschaft von Tarnen und Täuschen und Schlacherln und Schwindlern.

00:47:40: Ja, das ist ja dann nicht nur die Schule.

00:47:43: Das ist auch so angeblich etwas

00:47:46: Gemüsterreichs.

00:47:47: Wie ernüchternd und wie traurig ist es?

00:47:50: Warum

00:47:50: den Benedikt machen wir denn im Podcast?

00:47:53: Also ich habe mir da eine Flashback, weil ich mir denke, wir reden jetzt über Dinge, die eigentlich die Motivation dafür sind, dass wir überhaupt diesen Podcast machen – und danach ein Buch noch dazu!

00:48:06: Weil wir von mir gesehen entzätzt bin darüber, dass es nicht gelingt die Schule so zu gestalten das in unsere Zeit passt.

00:48:19: Dass sie den jungen Menschen hilft in dieser Gesellschaft sich zurechtzufinden auch mit dem neuen Anforderungen.

00:48:29: Ich meine wenn Schule immer noch so ist wie vor oder von mir selbst vor zwanzig Jahren darf sie nicht mehr so sein.

00:48:38: Allein wenn ich das Stichwort KI sage, muss die Schule sich schon wieder wandeln!

00:48:44: Dann muss sie schon wieder ganz anders werden.

00:48:47: Jetzt brauche ich Sie nicht mehr drillen, dass Sie was auswählen können, welche Flüsse in Frankreich sind und welche Bodenschätze.

00:48:59: Das habe ich auf Knopfdruck.

00:49:00: Und das machen Sie auch auf Knopftruck!

00:49:06: Für die Kleberin wird die Schule immer leichter und leichter.

00:49:11: Also jetzt müsste die Schule sich schon wieder ändern, um dem gerecht

00:49:18: zu bleiben.

00:49:18: Was heißt das?

00:49:18: Die Schule muss sich ändern... Das System!

00:49:21: Vielleicht die Lehrer.

00:49:23: Ja, aber die sind ja

00:49:25: trotzdem

00:49:25: vom System.

00:49:27: Aber das trauen wir uns glaube ich oft gar nicht auszusprechen.

00:49:31: Weißt du es wird oft wenn über Schule geredet wird in der Bildungspolitik Es wird über Ressourcen geredet, es wird über Lehrpläne gerede.

00:49:43: Es wird auch sehr viel schön gereden.

00:49:46: Alles kommt bei den Lehrerinnen?

00:49:48: Ja eben da möchte ich ja gerade ansetzen und hinterfragen.

00:49:53: Ich möchte aber jetzt nicht auch die Schuld den LehrerInnen zu geben, aber irgendwo muss das Defizit, irgendwo muss der Kern des Problems sein Worüber wir in vielen, vielen Themen sprechen.

00:50:11: Wo wird Defizite aufzeigen?

00:50:13: Probleme aufzeigend wozu wenig passiert und ich fasse es zusammen auch über das haben ja schon im Detail einmal geredet.

00:50:22: wie kann es sein dass Schule eben so wenig fürs Leben vorbereitet?

00:50:26: und jetzt kreisen wir um das Thema bei diesem Gespräch herum.

00:50:30: warum passiert zu wenig Lebensmotivation Und beschränkt sich darauf, dass die Bildungseinrichtungen die Wissensvermittlung ist.

00:50:44: Aber es hat irgendwie gar nichts mit dem Leben zu tun.

00:50:47: und trotzdem reden wir in schönen Worten über die Kompetenz und wie fantastisch ausgebildet die Schülerinnen sind.

00:50:56: Wohlgemerkt im Klamot.

00:50:58: ich glaube wenn man das so schön redet spricht man immer von denen die du vorhin beschrieben hast, den System konformen.

00:51:08: Die das System verstanden hat und die Anforderungen des Systems pflichtbewusst und gut erfüllen?

00:51:18: Ja, frage ich!

00:51:22: Ein Enkel hat jetzt gerade maturiert zum Beispiel Geschichte, der sagt er braucht keine Verständnis haben.

00:51:36: Dem Lehre ist das Wichtigste, dass er die Zeiten alle einäublen kann.

00:51:41: Die Jahreszahlen hat, der brauchte auch genau jahreszahlen, also eigentlich kaum mehr Lehrer heute.

00:51:48: Heute will, aber der wollte das halt

00:51:50: lachen.

00:51:51: Du meinst jetzt bei der Wissensabfrage?

00:51:53: Bei der Matur, bei dem Mündlichen!

00:51:55: Wie dann dieser Lehrer die Anforderungen der neuen Reifeprüfung, die gesetzlich festgeschrieben sind, woraus die mündliche Reife prüfen bestehen soll und da ist sehr wohl... Das haben wir eh schon debattiert.

00:52:11: Das Verständnis muss aufgefragt werden und das Erkennen der Relevanz für den jungen Menschen heute, warum man sowas lernt

00:52:20: usw.,

00:52:21: also die Kompetenzen auch.

00:52:24: Wie dass sich da niemand aufregt?

00:52:26: Das weiß ich nicht!

00:52:30: Ich bin heute immer ein bisschen schwer wie du gesagt hast, die Lehrer weil ich mir manchmal denke... eigentlich nicht unrecht tun, weil ich habe ja so gar kein gewerkschaftliches Denken.

00:52:47: Es ist ja traurig aber das ist so!

00:52:50: Ich gebe fast immer den Lehrerinnen die Schuld, weil man denkt freilich tut mir die Lehrer leid dass sie fast ausbrennen und dass wir eine hohe Böhrenadquote haben, aber sie umtrichten auch nicht zu gescheit, dass es für die Kinder, die im Jugendlichen gut sind.

00:53:09: Aber trotzdem sehe ich dann immer wieder diese Hilflosigkeit.

00:53:14: Und viele Lehrerinnen und Lehrer haben ihre Schüler auch sehr gerne, sind nicht böse autoritäre Schweine so zu sagen... Nein

00:53:27: ganz im Gegenteil!

00:53:28: Aber

00:53:28: sie kennen uns nicht!

00:53:30: Sie können das nicht!

00:53:31: Der Wettbewerb in Beliebtsein haben wir oft schon

00:53:34: gesprochen darüber.

00:53:36: Aber da teile ich mit dir diese offene Frage, wo ist der Knackpunkt?

00:53:43: Von ministerieller Seite hat man schon vieles versucht um zu ermöglichen dass sich Unterricht vor allem die Taktik, also die Lehre, das modernisiert und abgastet.

00:54:00: Das wurde

00:54:03: vieles schon

00:54:04: versucht

00:54:05: und das wurde nie, nie angenommen.

00:54:09: Es gab dann immer einzelne vielleicht Schulleiterinnen die dann speziell sich da drauf gestürzt haben.

00:54:19: aber nachdem die anderen das alle negiert haben ist es auch wieder gar nicht mehr sanktioniert worden wenn sie ja nicht tut.

00:54:26: und bald ist dann wieder der alte Schlendrian eingekehrt Und es gibt ja diesen Spruch, der für ... Sie haben das gesagt.

00:54:36: Für beamtete Lehrende.

00:54:38: Aber da sind auch sehr viele.

00:54:42: Der Kern ist das Beamte-Song.

00:54:45: Oh!

00:54:45: Jetzt ist Ihnen wieder was Neues eingefallen.

00:54:48: Schön durchdachten nach einer Zeitkartere kommen wir wieder an die Oberfläche und dann geht sie wieder gleich weiter wie vorher.

00:54:56: also diese Dieser Widerstand gegen Neues, gegen Reformen offenbar.

00:55:04: Wo in vielen noch genau so unterrichten wie sie selbst unterrichtet worden sind?

00:55:10: Ja vielleicht ist es tatsächlich so dass man obwohl's in der Pädagogik und in der Erziehungswissenschaft alle diese Erkenntnisse gibt wo das ist?

00:55:25: ja Das ist ja nicht jetzt nur eine Erkenntnis von der Elsbeth Cosmai, sondern das ist ja erforschtes und wirklich entsprechend.

00:55:37: Währentheorien, soziologisch,

00:55:39: motivativationsforschung.

00:55:40: Gut dokumentiertes Wissen ganz richtig!

00:55:42: Aber weißt du?

00:55:44: Umgekehrt möchte ich auch nicht ungerecht sein... Ein Gedanke, weil wenn ich durch meine Schulbesuche die ich so in letzter Zeit habe an unterschiedlichen Schulen in Österreich erlebe ich grundsätzlich großartige Schulen.

00:56:03: Also ich war jetzt gerade natürlich im Bundesschulen – die sind teilweise wirklich….

00:56:11: der Platzmangel ist in meiner Sache.

00:56:13: aber viele Gebäude muss ich sagen, bin nicht eigentlich beeindruckt.

00:56:17: Die sind total auf Schuss und haben alles ausgestattet.

00:56:22: Also da hat man in Österreich wirklich viel eigentlich geleistet.

00:56:29: Wir geben sehr viel Geld für Schule.

00:56:32: Ja, also ich bin wirklich teilweise sehr beeindruckt.

00:56:36: Ich bekomme es dann auch mit von Bekannten die ihre Kinder dann in weiterführende Schulen überlegen wie verzweigt auch das Profil von Schulen ist gerade in was Handelsakademie und HTL anlangt, aber selbst im Gymnasium gibt es so unfassbar viele Schwerpunkte und Zweige und Profilierungen.

00:57:05: Und was diese Schule wieder am tollen Profil entwickelt?

00:57:09: Du merkst das wenn du in die Schule kommst und diese Klassen, die es speziell für diesen Bereich gibt sei es jetzt Gut, das hat es öfter schon gegeben oder früher Sprachen.

00:57:22: Aber es geht halt dann auch in alle möglichen Richtungen, also diese Spezialisierungen ganz toll und das wird auch dementsprechend sichtbar gemacht.

00:57:33: Das merkst du auch in der Schule auf den Webseiten und in der Darstellung und wie sich eine Schule... Hochgangsbroschüren!

00:57:41: Genau und wie sie eine Schule präsentiert Muss man da dann tatsächlich zum Schluss kommen?

00:57:52: Wow!

00:57:54: Da ist unser Schulsystem ja wirklich perfekt von dieser Seite.

00:58:00: Von der Hochglanz.

00:58:01: Darum geben die Eltern auch die Kinder in speziellen

00:58:04: Schulen,

00:58:05: weil sie inzwischen so anzunehmen und die Hochglans proführen.

00:58:09: Inzwischen sind es die unglaublich schönen Websites, die Schulen haben... Ja, und dann gibt's die... Jetzt haben wir auch gemacht an meiner Schule.

00:58:18: Die Tage der offenen Türe.

00:58:21: Da wird dann in den Glassentheater gespielt.

00:58:24: Da werden dann moderne Unterrichtsformen gezeigt, wo ich mir denke, aha!

00:58:29: Sie wissen es eh was herzeigen müssen?

00:58:33: Die Frage

00:58:34: ist, was sie dann tun.

00:58:35: Da

00:58:35: zeigen sie dann auf einmal solche Sachen her, wo die Kinder sprechen und kleine Referate halten, Diskussionsfohren.

00:58:44: Auf einmal gibt es das alles?

00:58:46: Aber weißt du...

00:58:46: Es gibt nur einen Tag der offenen

00:58:49: Tür.

00:58:50: Ja, ich wollte das jetzt gar nicht so unterstellen.

00:58:52: Jawohl!

00:58:53: Ich weiß es!

00:58:53: Das sagst Du aus der Praxis aber eben Auf der Suche nach dem, wo hakt's?

00:59:01: Wo ist das Defizit?

00:59:06: Ich weiß es nicht.

00:59:08: Wo wir da mit der Lupe suchen müssen, das ist die Frage.

00:59:13: Weil eben ich wollte... weil wenn wir jetzt sagen okay Unseren Schulen sind so desolat und es ist alles so furchtbar.

00:59:20: Und sie können das nicht erfüllen, das sind sie nicht!

00:59:24: Sie sind bestens ausgestattet, sie haben qualifizierte Lehrkräfte unter entsprechenden Räumlichkeiten.

00:59:32: natürlich kann man immer mehr haben und bräuchte dann noch das und dass dazu.

00:59:37: Das ist schon klar an der Ausstattung, die kann nie weitreichend zu sein.

00:59:43: aber trotzdem kommen wir dann immer wieder und das sind nicht wir, sondern das hört man ja.

00:59:50: Die Erfahrung aber

00:59:53: für

00:59:53: die fürs Leben bereitet es trotzdem nicht vor.

00:59:57: Wie ich noch in einer Hochschule gearbeitet habe, da gab's vom Ministerium aus dann auch eine große Studie über die Dropouts weil natürlich angeleiert eigentlich von den Finnen, die gesagt haben um jeden Einzünder der in unserem kleinen Land irgendwie aussteigt und dann nicht der Gesellschaft entsprechend, wie wir es brauchen zur Verfügung steht.

01:00:23: Um jeden Einzelnen ist schade!

01:00:25: Und darum ändern wir den Unterricht und sie haben ja wirklich viele Reformen durchgeführt und sind auch immer Vorbild für uns gewesen um diese um nicht so viele Menschen zu verlieren und die Zahl ist halt in Österreich schon erschreckend hoch.

01:00:46: Und großartig, wenn dieser junge Mann von dem du einleitende erzählt hast eben die Kurve gekriegt hat.

01:00:53: Es ist ja wirklich toll!

01:00:55: Aber wie gesagt das sind heute nicht sehr viele, die das dann trotzdem schaffen.

01:01:02: Elspeth wir suchen mit der Lupe weiter und beschäftigen uns damit aber fürs Für jetzt.

01:01:11: danke dir sehr für das Gespräch.

01:01:14: Danke, du hast da ein Thema auf dein Tisch geworfen, wo ich eigentlich überhaupt nicht mehr aufhören kann zu reden?

01:01:22: Das ist gut!

01:01:23: Wir reden ja auch weiter.

01:01:25: Okay, Dankeschön Benedikt.