Sinnsuche: unbequem, aber unvermeidbar? #74

Shownotes

Wer bin ich und warum? Was lässt uns wirklich leben und was trägt uns, wenn das Leben brüchig wird?

In einer von Hektik und Leistungsdruck geprägten Gesellschaft funktionieren viele Menschen wie Räder im Getriebe. Aufgaben werden erfüllt, Erwartungen bedient und Ziele abgearbeitet, oft ohne innezuhalten oder nach dem tieferen Sinn des eigenen Tuns zu fragen. Erst wenn das gewohnte System ins Wanken gerät, wenn Krisen, Krankheiten oder Verluste zum Innehalten zwingen, bricht die verdrängte Sinnfrage hervor.

Doch warum braucht es so oft erst eine persönliche Krise, um über die Sinnhaftigkeit des eigenen Weges nachzudenken? Haben wir in einer materialistisch orientierten Welt verlernt, die Verbindung zu uns selbst und zu übergeordneten Werten zu spüren? Woher rührt die Scheu davor, sich den existenziellen Fragen zu stellen? Was gewinnen wir, wenn wir den Mut aufbringen, das eigene Leben bewusst zu hinterfragen?

Welche Rolle kommt dabei den Bildungseinrichtungen zu? Müsste es nicht eine zentrale Aufgabe von Schule sein, junge Menschen zur Reflexion und zur Entdeckung ihrer eigenen Bedürfnisse, Werte und Thesen zu ermutigen, statt sie vor allem auf fremdbestimmtes Funktionieren zu trimmen? Die Lehrpläne sehen bereits ab der Grundschule Selbstbestimmung und Potenzialentfaltung vor. Wie kann ein Unterricht aussehen, der nicht bloß Anweisungen vollzieht, sondern Raum für echtes Lebenswissen und Sinnstiftung schenkt?


Elsbeth Kossmeier und Benedikt Weingartner bewegt das Thema Lernen. Sie setzen sich damit auseinander, was man für das Leben lernt, lernen soll, freiwillig und unfreiwillig, bewusst und unbewusst. Mit ihren unterschiedlichen Zugängen führen sie kritisch und mit utopischen Gedanken im Hinterkopf einen Dialog. Beide sind viel beschäftigt mit jungen Menschen, deren Reaktionen auf Schule, den unterschiedlichen Motivationen, Neues zu entdecken und ins eigene Leben hereinzunehmen, der Fähigkeit zur konstruktiven Auseinandersetzung mit Leben und Welt, ihrer Haltung zum Lernen generell.

Elsbeth Kossmeier ist Gestaltpädagogin, war 40 Jahre lang Lehrerin für Deutsch und Musik an einem Gymnasium sowie Mitarbeiterin an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich. Nach wie vor ist sie Referentin für Lehrende für einen Unterricht, der die Persönlichkeit der einzelnen Lernenden stärkt sowie deren Lernmotivation und Lernerfolg zu steigern vermag. Veröffentlichungen: Einzelnen gerecht werden. Chancen und Herausforderungen eines Unterrichts in heterogenen Klassen, Linz 2013. | „Im Unterricht geht es um mich!“ Die Lernseitige Orientierung von Unterricht, Klagenfurt 2019.

Benedikt Weingartner war 10 Jahre Benediktinermönch, Religionslehrer und später internationaler Künstlermanager im Bereich der klassischen Musik. Seit 2014 ist er Journalist und vor allem auf Außen- sowie Europapolitik spezialisiert. Er moderiert EU-Bürger:innendialoge und EU-Jugenddialoge. Darüber hinaus ist er Moderator und Redaktionsleiter des TV-Jugendtalkmagazins #Europa4me (www.okto.tv/europa4me) sowie der Sendereihe „Europa : DIALOG“ (www.okto.tv/europadialog).

Kontakt: leben-lernen@outlook.com

Transkript anzeigen

00:00:00: We don't

00:00:01: need no education.

00:00:07: Thought control!

00:00:09: Leben lernen.

00:00:11: Leben lernen Wo und wie lernen wir leben?

00:00:17: Ein Podcast mit Elsbeth Kosmeyer

00:00:21: Und Benedikt Weingardner.

00:00:23: Liebe Elsbett, ich grüße Dich.

00:00:25: Grüß Dich lieber Benedikt.

00:00:28: Ich habe in letzter Zeit viel nachgedacht und mir die Frage gestellt, wann stellen sich die Menschen eigentlich die Frage nach dem Sinn des Lebens?

00:00:41: Also waren beschäftigen sie sich in ihrer Lebensentwicklung, in ihre Lebenserfahrung damit was ihr Leben für einen Sinn hat oder stellen sich am meisten Menschen überhaupt diese Fragen Wie ist dein Eindruck?

00:00:57: Wie ist deine Beobachtung, wie siehst du das?

00:01:01: also meine beobachtungen auch aus Auserzählungen und aus dem was ich spüre bei den menschen dass es eher das thema ist Dass die Menschen eigentlich zu einem großteil ihres lebens Alltags Funktionieren und eingestellt sind auf auf Funktion.

00:01:28: Das ist einfach so und da leiden sie vielleicht oder freuen sich, aber sie denken mich darüber nach ob das der Sinn ist.

00:01:40: Und ich kenne natürlich aus anderen Welten Unteranführungszeichen ja aus dem Bereich der Psychologie auch aus den Bereichen der, sagen wir mal, spirituellen Denkweise dass eine der Hauptfragen immer ist, was ist eigentlich meine Lebensaufgabe?

00:02:05: Das ist eben der Punkt.

00:02:07: Weil ich habe auch überlegt die Fragestellung jetzt einleitend so zu machen und dich zu fragen wann hast du das letzte Mal dir selber die Frage gestellt oder ich mir und stopp, stopp.

00:02:20: Wir sollen ja nicht von uns ausgehen.

00:02:22: Nein!

00:02:23: Weil wir beschäftigen uns auch im Rahmen vom Podcast immer wieder mit dieser Fragestellung aber jetzt ganz bewusst so ganz allgemein wie du am Anfang gesagt hast dass mir das funktionieren es hat das Leben so seinen Lauf und das ist eigentlich auch meine Beobachtung dass es in der Lebensrealität Der meisten Menschen möchte da nicht mehr nun recht tun, aber auf keine Rolle spielt.

00:02:54: Und manchmal ... Ich hab nämlich in letzter Zeit bewusst nach ein paar Leute gefragt können da kindgehend und sonst so wow!

00:03:04: Die Leute dann das Gefühl haben oh das ist mir zu spirituell, zu esoterisch.

00:03:10: wie kommt man auf diese Frage?

00:03:12: Naja ich ... Mir ist schon klar warum Mir ist es nicht klar, aber ich mache mir auch meine Gedanken dazu.

00:03:21: Warum das nicht viel mehr Thema ist?

00:03:25: Weil Menschen ja gerade durch die Brüchigkeit des Lebens, durch Schicksalsschläge, also alles was von außen kommt... wo man sagt, wieso lässt Gott sowas zu?

00:03:40: Hat man früher gesagt oder jetzt sagt man was hat das alles für einen Sinn.

00:03:44: Was für ein Sinn hat das Leben wenn ihr das Leben zum Beispiel ein Kind nimmt?

00:03:50: Oder meinetwegen wenn ich eine Nachbarin anschaue die für mich ja da fast eine Heilige ist, die den Mann verloren hat dann die Mutter verloren hat und jetzt mit Hingabe ihren behinderten Bruder pflegt Die darfst du die Seenfrage nicht stellen außer sie findet den Sinn im Aushalten und dienen.

00:04:18: Also, die Frage ist glaube ich mehr eine Bewusstseinsfrage wie sehr ist mir bewusst?

00:04:29: Wozu ich das tue was ich tue?

00:04:31: oder

00:04:33: Das bezieht sich ja dann mehr auf die Aktualität und das aktuelle Handeln.

00:04:39: Die Sinnfrage ist eine große Lebensfrage, woher komme ich?

00:04:44: Wer bin ich?

00:04:46: Was will ich?

00:04:47: Ja, aber das muss man schon lieber benetigt.

00:04:50: Das muss man einfach auslagern an die Psychologien, die Philosophie vor allem, von mir als auch an die Theologie.

00:05:00: Aber ich glaube nicht!

00:05:02: was das eine Frage des, sagst du zu einer der Anführungszeichen ganz normalen Menschen ist?

00:05:08: Tja.

00:05:09: Das möchte ich eben in Frage stellen da bin ich mir nicht so sicher beziehungsweise es wäre mein Anspruch.

00:05:18: Ich würde sagen damit weil wir immer davon reden die menschen suchen Glück die menschensuchen zur Friedenheit und Dazu gehört schon ganz entscheidend, dass ich zumindest Antwortversuche finde.

00:05:38: Was hat mein konkretes Leben für einen Sinn oder welche Zufriedenheit habe?

00:05:45: Ich denke das was du sagst Philosophie und Anthropologie und Psychologie in die großen Fragen von der Menschheit und so.

00:05:55: Das ist eine andere Sache aber ich glaube schon dass ich ganz persönlich eine Bedeutung entweder im Beziehungen oder durch das, was ich tue.

00:06:09: Weil diese Nase wissen wir ja beim Arbeiten wenn ich arbeite tue die mir etwas bedeutet wenn ich einen Sinn da habe man sich auch ein Sinn dahinter sehe dann tue ich die Arbeit gerne dann macht sie mir Freude Und wenn es sinnlos ist, dann verliere ich ja die Freude.

00:06:29: Dann ist es Routine, dann ist es Anstrengung und dann ist das nur Mühsal.

00:06:34: Genau!

00:06:35: Die Frage, die mir gestellt habe, ist erstens einmal wann kommt man in seiner Entwicklung überhaupt dazu?

00:06:45: Weil ich glaube so wie wir aufwachsen mit Kindheit, Schulzeit, Ausbildung... Da ist nie eigentlich die Kapazität oder auch der Anstoß da, sich die Frage zu stellen und vielleicht doch gar nicht die Notwendigkeit weil man so in Entwicklung und so im Leben ankommen und lernen und ausbilden und funktionieren ist.

00:07:11: Ja wenn ich jetzt zunehmend was ich zuerst gesagt habe ja dieser philosophische Aspekt wenn ich von dem absehe dann sucht der Mensch, ob bewusst oder unbewusst.

00:07:29: Schon immer während nach dem was in seinem Leben sind stiftet also was ihn erfüllt.

00:07:38: sozusagen das sind Stiften.

00:07:41: und da fällt mir jetzt auf wenn ich so nachdenke während ich mit dir rede dass das ganz oft etwas ist was man witzigerweise für andere tut.

00:07:56: Es ist interessant, also eine

00:08:00: z.B.,

00:08:00: eine Krankenschwester sieht oft mehr Sinn in ihrem Leben als einer der sich nur selbst optimieren möchte oder den Genuss ausreizen will.

00:08:15: Mani denkt natürlich da auch als Germanistin oder als Denkender Mensch denke ich an den Faust, wann er mir vorstellt, dass er das Götte sechsundsechzig Jahre geschrieben hat der ja auch den Sinn des Lebens sucht und überall durchgeht.

00:08:33: Also er geht durch den Genuss, die Befriedigung durch Genuss.

00:08:38: Er geht durch die Befriedigung durch eine gelungene Beziehung oder durch Sexualität und dann durch Beziehungen.

00:08:48: Er wird durch die Politik.

00:08:50: Er ist so tierig wenn man so will mit den Hexen und dem Teufel und so... Und am Ende seines Lebens, also dann für andere zum Wohle der Menschen in dem vor einen dann baut.

00:09:06: Aber das kommt sie nicht an... Dann sieht er das erste Mal in seinem Leben sowas wie Sinn.

00:09:14: Also dass der Spruch hat es nicht fast sein Glück im Glück des anderen zu finden!

00:09:22: Und auch seine Freude in der Freude des anderen zu finden, das ist Glück oder so irgendwie.

00:09:29: Also diesen Aspekt möchte ich schon hereinbringen, obwohl natürlich wenn ich ein Künstlerinnen und Künstlern denke, der Sinn natürlich schon liegt in der Schaffung... in der Schöpfung.

00:09:44: In

00:09:45: einem kreativen Akt, das ich glaube da gibt es mehrere.

00:09:48: Aber es braucht dann auch ein Publikum und hat danach wieder mit Menschen zu tun?

00:09:53: Ja also ich glaub insgesamt auf einen Nenner gebracht fällt mir wieder das Wort Selbstwirksamkeit ein.

00:10:01: wenn der Mensch spüren kann dass das was er tut irgendwie eine Wirkung hat von mir aus, auf andere Menschen oder die Umwelt.

00:10:14: Also wenn er bemerkt dass er selbst etwas bewirken kann das ist was der Sinn macht.

00:10:22: Ja aber das sind ja so Grundüberlegungen wo man hinkommt und es ist die Fragestellung die sich dann jeder in seiner Lebenssituation stellt mach das was ich tue ob das jetzt für jemanden ist oder für sich selbst, die Gemeinschaft und so weiter.

00:10:44: Macht das einen Sinn?

00:10:45: Macht es für mich einen Sinn wenn dann die Frage beantworten kann weil jeder ist nicht dafür geboren Krankenschwester zu werden oder Arzt oder Ärztin oder Künstler oder Lehrerinnen?

00:10:59: Also das sind ja unterschiedliche, wie man oft so sagt, Berufungen in denen man es gern macht und weil einem das was gibt.

00:11:07: Weil einem das einen Sinn gibt und vielleicht das Leben dadurch einen Sinn hat.

00:11:13: Und da bin ich sicher dass man das unbewusst bewusst wie gesagt hast tatsächlich sucht wobei die sinnfrage Meistens ja nicht jetzt mit der Tätigkeit, sondern die Sinnfrage dann schon.

00:11:29: Diese spirituelle Frage ist so dieser Lebensbogen wenn ich mit mir alleine bin und eben nicht mehr aktiv arbeite?

00:11:41: Ich glaube das... Die Phasen zum Beispiel in dunklen Stunden oder also wenn zum Beispiel Man sagt, dass ja auch so depressive Stimmung ist damit verbunden, dass ich keinen Sinn sehe.

00:11:58: Dass ich alles in Frage stelle, alles bezweifle und eben keinen Sinn drinnen sehe.

00:12:07: Und das meine ich dann schon.

00:12:09: Das sind so diese existenziellen Fragen nach dem Leben, nach dem Sinn.

00:12:15: Weil solange ich etwas tue bin ich beschäftigt.

00:12:21: Meine Unterstellung, ja wie wir aufwachsen von Kind sein Schüler in und so weiter bis zur Ausbildung.

00:12:29: Wir sind ja da einen sehr getakteten programmierten Pfad.

00:12:34: die Leistungsgesellschaft gibt uns ja vor Du brauchst die Ausbildung.

00:12:38: wenn du dann bist dann hast du deine Anstellung und bist im System und muss das und dass Das heißt da sitzt er nicht da und entscheidest du.

00:12:48: Die Sinnfrage entscheidet nicht über deine Schullaufbahn.

00:12:53: Ich glaube, wenn ich dich so höre kommt mir der Gedanke das es sehr stark mit der Bewusstwerdung und dem Bewusstsein zu tun hat weil ich glaube dass sehr viel ganz automatisch passiert.

00:13:13: so wie du sagst als Kind wächst man halt in eine bestimmte Form des Lebens hinein und das ist dann eben so.

00:13:22: So wie meine Mutter gesagt hat, wenn jemand geheiratet hat wieder eine Frau die mithilft das Ehekreuz zu tragen?

00:13:32: Das hat sich in mir auch eingebrannt bis ich eben in meinem Bewusstsein soweit gegangen, wenn man sich alle diese oder viele dieser Dinge hinterfragt habe die ich vorher automatisch gemacht habe und da glaube ich setzt erst die bewusste Sinnfrage ein.

00:13:53: Also ich habe mehrere Momente in meinem Leben wo ich mich dann auf einmal zu mir gesagt habe stopp halte inne.

00:14:04: ist das das was dein leben ausmacht bis dass du Macht das Sinn jetzt?

00:14:12: Ist das dein Lebenssinn, dass du hier so und so und agierst.

00:14:19: Da gibt es so... Das sind Aufwachmomente in meinem Leben wo mir erst bewusst geworden ist wie viele ich einfach gemacht habe weil es halt so ist Und auf einmal bin ich dann drauf gekommen aber das bin ja gar nicht ich Das macht nicht wirklich den Sinn jetzt in meinem Leben, weil ich bin ja da eigentlich anders.

00:14:44: Ich mache da was, was gar nicht zu mir gehört und das ist glaube ich schon eine Herausforderung.

00:14:51: Es ist auch... weiß ich nicht ob man dies als Glück oder als Hindernis bezeichnen soll aber sozusagen das Leben ist doch irgendwie Da sage ich vielleicht auch jetzt wieder etwas nach aus der Philosophie oder aus der Psychologie, ist in irgendeiner Weise aus der Religion auch ein Weg zu sich selbst.

00:15:17: Dass man wirklich draufkommt was es jetzt wirklich das Sinn meines Lebens denn ich auch unterstreichen kann.

00:15:27: Kann natürlich sagen mein Sinn ist dass anderen etwas erzählen von der Schönheit der Natur.

00:15:35: Darum habe ich diesen Beruf ergriffen und das durch, aber die Frage, die dahinter immer stellt – und ist das auch so?

00:15:44: Fühlt sich das auch an als meine Berufung sozusagen, also meine Aufgabe?

00:15:52: Ich glaube es geht schon um einen Ermachen weil du fragst wann stellt man sich diese Frage?

00:15:57: Und ich glaube auch dass sich viele Leute die Frage nie stellen!

00:16:01: Also es ist sicher ganz klar, dass man sich diese Frage in schwierigen Zeiten, in Krankheiten, Einschränkungen oder vielleicht auch beim Älterwerden da ganz klar stellt.

00:16:18: Weil da gibt's ja einen Anlass, so ist vielleicht einfach die Endlichkeit des Lebens oder weil man sich bewusst macht das Leben endlich ist und nicht alles selbstverständlich Denke jetzt einfach, aber das ist ja gar nicht so von Altersabhängig sondern einfach der dramatische Einschnitt einer Krebsdiagnose.

00:16:40: Oder ein Bestode seines geliebten Menschen und manche bleiben dann im Hängen.

00:16:46: Manche bleiben hängen in diesem Ungerechtigkeitsgefühl, manche werden depressiv, manchen finden aus der Tiefe... Der Not nicht mehr raus.

00:16:57: Genau, man sagte da, das hat mich aus der Bahn geworfen und ich würde sagen es hat mich eben aus diesem Pfad geworffen, deren scheinbar so selbstverständlich ist wo ich mir keine Fragen stelle Und

00:17:11: finde ich dann auch noch wenn mir alles genommen wird wie dem hier auf zum Beispiel Wenn mir alles genommen wird sind ich aus diesem Tiesental wieder heraus und sehe in Leben selbst.

00:17:29: In funktionieren meines Blutkreislaufs, in Bewusstsein dass ich als Mensch mit fünf Sinnen meine Umgebung erleben kann.

00:17:42: das sehe wie jeden Frühling tatsächlich dort alle dem wieder alles herauswächst aus der Erde und kann ich am Leben selbst dann einen Sinn finden.

00:18:03: Für mich ist wirklich halt diese Sinnfrage oder zumindest die Frage danach, Antworten wird schwierig geben und das ist ja nicht so, dass ich... Ich gehe nicht davon aus, dass sich die Sinnfrage einfach so beantworten lässt oder dass man sie suchen kann.

00:18:22: Und die liegt einfach da oder diese vor allem auch nicht kollektiv beantwortbar.

00:18:27: also wenn man da formulieren was ist der Sinn des Lebens dann wird es viele Modelle geben viele Erklärungen und manche treffen auf mich zu.

00:18:38: Ich denke schon, dass das sehr individuell ist und jeder muss das für sich beantworten und auch für sich herausfinden.

00:18:47: aber meine Grundtese wären einfach die, dass es eine große Vermeidung gibt, dass in unserer Gesellschaft gar nicht... Dass es eben zu individuell, zu subjektiv ist persönlich zu privat, dass man diese Frage überhaupt stellt und diskutiert oder sie eine Relevanz hat.

00:19:09: Aber für die Zufriedenheit in Beziehung im Leben mit sich selber finde ich spielt es eine ganz große Rolle!

00:19:21: Und deswegen ist halt meine Verwunderung.

00:19:25: warum das nicht viel mehr Präsenz?

00:19:30: Ich glaube, dass es das sehr viel verschiedene Arten von Menschen gibt und sich tatsächlich oft leicht erlebt.

00:19:44: Und zufrieden erlebt, wenn man nicht so viele Fragen stellt.

00:19:48: Wenn ich zum Beispiel an dieses Gedicht vom Hölderlin denke der wieder pflüger, gerusam Jetzt kann ich leider jetzt nicht zitieren, seinen Acker pflügt und dann vor seinem Haus sitzt und zufrieden mit dem Tag seine Pfeife raucht.

00:20:11: Und dann sagt er, warum schläf denn immer mehr der Stachel in meiner Brust?

00:20:21: Das zitiere ich einfach weil es... Beide Arten von Menschen kenne, also ich kenne Menschen da knie ich mich nie davor.

00:20:31: Begeisterung weil die so Sinn erfüllt Leben.

00:20:38: So zufrieden.

00:20:39: und wenn es so ist dann ist es eben so.

00:20:42: und wenn's anders kommt, dann kommt das eben anders Und man wird sich schon zurechtfinden.

00:20:48: Da ist so viel In dem bringen wir das Wort rein.

00:20:52: Urvertrauen ins Leben, was an sich lebt und den Sinn gibt.

00:20:59: Und dann kenne ich natürlich andere auch so wie mich selbst!

00:21:03: Ich höre ja auch zu den ständig suchenden.

00:21:06: Ein bisschen du auch oder?

00:21:08: Na absolut, ja.

00:21:10: Naja ... und die halt dann auch... Immer wieder hinterfragen.

00:21:16: Entschuldigung, weil du jetzt das gerade so sagst.

00:21:19: ich würde ja für mich sogar so beantworten und sagen Für mich ist der Sinn des Suchens.

00:21:26: Ja natürlich!

00:21:29: Der Sinn zu suchen ist er gibt für mich auch den Sinn also Aufgabe?

00:21:34: Naja weil natürlich in... zum Beispiel in meinem Selbstverständnis, wie ich aufgewachsen bin auch mit dieser sehr intensiven religiösen Erziehung.

00:21:50: Auch wenn ich abgestreift habe was mir nicht mehr passend erscheint von all diesen Gesetzen die eine Religion so wie in meinem Fall die katholische Kirche dir auferlegt und wo du auch Kleingehalten wirst oder und, da möchte ich jetzt gar nicht mich weiter beschäftigen.

00:22:15: Aber trotzdem bin ich halt in dieser Suche von mir aus nach dem höchsten Sinn des Lebens Und das hat auch etwas zu tun mit der Verbindung Zu einer Höchsteninstanz Ob man das jetzt die Quelle allen Lebens nennt oder ob man das Gott nennt, oder die Liebe wie immer man das nennt.

00:22:45: Aber diese Suche dorthin gelangen zu können, wo ich das verstehe?

00:22:51: Oder... Jetzt muss ich wieder meinen Götter zitieren!

00:22:56: Zu verstehen was die Welt in ihrem innersten Zusammenhalt.

00:23:01: also was ist das Leben?

00:23:05: Was macht das Leben aus?

00:23:07: Warum tut es oft so weh?

00:23:11: Welchen Weg kann man denn gehen, dass er sich gut anfühlt.

00:23:18: Dass sie sich befriedigend anfühlen.

00:23:21: Also ... So wie du sagst!

00:23:23: Das ist die ewige Suche.

00:23:27: Wenn du Religion erwähnst... Ich glaube Religionen haben ja etwas sehr sinfstiftendes Lebensmodell schaffen, auch Vorbilder geben.

00:23:40: Das hast du in der katholischen Kirche natürlich mit dieser Unzahl von Heiligen und viele, viele Vorbildern.

00:23:49: Und da wird dem Menschen ja vorgegeben wenn du so und so lebst oder das ist der Wille und Göttlich

00:23:55: usw.,

00:23:56: also alle spirituellen Modelle sind ja darauf ausgerichtet.

00:24:03: Das würde ich jetzt gar nicht so heranziehen, weil das ist ja in unserer liberalen Gesellschaft gar nicht mehr sozusagen der allgemeine Stand.

00:24:13: Ja aber da habe ich genau heute in der Früh mit meinem Mann genau über dieses Thema diskutiert was darum gegangen ist wo kriegen Menschen?

00:24:26: In unserem Fall haben wir uns mit den Jungen beschäftigt Wo kriegen die Orientierung her?

00:24:31: Und ich habe dann die Theorie gesagt, die ja nicht so sieht.

00:24:39: Dass halt doch etwas fehlt wenn den Kindern kein Anführungszeichen geordnetes Weltbild mehr vermittelt wird.

00:24:52: Ein Wertemodell und das muss ja nicht der Religion sein, es kann ja auch die Menschenrechtscharta sein oder die europäischen Menschenrechte.

00:25:03: aber ich habe das da sich aufgeregt weil ich gesagt habe dass materialistische kapitalistische Weltbild zerspürt den Menschen.

00:25:17: so hab ich es irgendwie vielleicht übertrieben.

00:25:22: Für mich ist es nicht übertrieb, aber ich habe das gesagt, dass zerstörter Menschen der Mensch braucht.

00:25:29: und jetzt gehe wieder auf die Suche nach dem Sinn.

00:25:32: Der Mensch braucht eine Orientierung, die hält uns dann an die Pyramide denkst, an die Bedürfnispyramide wo es praktisch nach oben zu immer schmäler wird, über die Existenzsicherung oder die sozialen und so.

00:25:52: Und ganz oben sind dann die höchsten Werte.

00:25:56: Ja?

00:25:57: Und wenn mein höchster Wert – das hat einmal ein Vortragender mir gesagt vor drei Jahren – mein neues rotes Auto ist, dann muss ich mich eigentlich umbringen wann das kaputt wird weil das mein höchster Wert ist.

00:26:14: Also wenn da oben nix ist, was hält?

00:26:17: Was trägt?

00:26:18: Was bleibt?

00:26:20: Was einen auch sterben lässt?

00:26:23: Dann ist er nicht höchst.

00:26:24: Weil

00:26:24: es schon ein USC ist.

00:26:26: Naja, das ist angeblich!

00:26:28: Das haben wir ja nicht ich ausgedacht diese Bedürfnispyramide aber angeblig... Ist das das, was der Mensch schon braucht?

00:26:37: Diese höheren Werte, die ihn tragen.

00:26:40: Eben die Sinnwerte!

00:26:41: Ja, weil es wäre

00:26:42: ...

00:26:43: würde ich nie als rotes Auto sehen, sondern... Ja

00:26:45: du nicht!

00:26:46: Das sind halt dann eher ideelle Dinge.

00:26:52: Aber kapitalistische, weil ich Ausganger bin vom Materie- und kapitalisten Weltbild und dass das den Menschen nicht gut

00:27:00: tut.

00:27:01: Aber da ist ja die Problematik.

00:27:02: also wenn's Und ich, mir liegt schon die ganze Zeit auf der Zunge ein Wort und das beschreibt ja auch die Situation.

00:27:13: Es trifft es ganz gut wie du jetzt beschrieben hast mit dem Materialistischen oder in der Welt der wir leben – in dieser selbstoptimierten Gesellschaft, in dieser sehr technisch digitalen Realität Und worauf es ankommt, auch wenn man jetzt denkt zu sich die KI und die Optimierung kann das noch viel besser.

00:27:38: Als wir.

00:27:40: letztendlich lenkt uns darauf hin und das sagt mir dann als Argumentation Es geht um den Humanismus und diese Besinnung kommt schon immer mehr und da sieht man ja auch dieses Dendenz und die Fragestellungen und insofern Geht es nicht gar nicht zu sehr um einen neuen Aufschwung von Esoterik oder Spirituellen, sondern es ist einfach genau das was schon mit den Menschen zu tun hat und dass glücklich sein, dass zufrieden sein.

00:28:09: Das individuelle hat letztendlich tatsächlich mit dem zu tun und ich bin... Ich bin einfach persönlich überzeugt, dass eine Zufriedenheit im Leben wirklich damit zu tun ganz bewusst sich die Sinnfrage gestellt und sucht oder weil ich da eine Balance in meinem Leben habe auch von wirklich vielleicht nur unbewusst, dass mein Leben gut ist oder so ein Urvertrauen und Zufriedenheit ich dann habe.

00:28:44: Und das wisst man ja, alles Materielle macht einen nicht glücklich und das beobachten wir an vielen Die

00:28:52: sagen es in Sprüchen.

00:28:54: Viele Milliardäre, die alles haben und alles wovon die Menschen treuen.

00:28:58: Und trotzdem sind sie unglücklich?

00:29:00: Oh mein Gott!

00:29:00: Ganz

00:29:00: richtig, ja?

00:29:01: Ich mag diese Sprüche gar nicht mehr, aber ich gibt's natürlich, weil wir sie ja wissen.

00:29:05: eigentlich ist so... Ja, das Reichtum macht mich glücklich.

00:29:10: Aber

00:29:12: es lässt sich leichter unglücklich sein wenn man Reichtums hat.

00:29:15: Weil dann hat man Auswege.

00:29:17: wenn ich zum Beispiel unglücklich bin und keinen Sinn im Leben sehe.

00:29:22: Und ich kann mich in das Flugzeug setzen mit meinen zwei Kindern von mir aus oder auch alleine, auf einen Kaffee an einem schönen Ort in der Welt fliegen.

00:29:34: Weil ich so viel Geld habe, kann ich schon wieder schön verdrängen!

00:29:38: Wir haben ja auch schon gesprochen über unsere Vertränungsgesellschaft.

00:29:42: Ja, und den Begriff Vertränunggesellschaften würde ich da auch tatsächlich stark hineinbringen.

00:29:49: Ich glaube bei meinen Aspekten der Vertränkungsgesätschaft gehört eben auch dazu möglichst diese scheinbar spirituelle Fragestellungen nach dem Sinn tatsächlich zu verträngen.

00:30:04: Die ist unangenehm!

00:30:07: Weil das sind alles so in die Tiefe.

00:30:12: Deswegen ist es wirklich oft in einer Bubble oder vielleicht hat's was mit Intellektualität zu tun für Menschen, die sich trusher mit ideellen und spektuellen Dingen beschäftigen oder über sich selbst kreisen usw.. wofür andere Menschen scheinbar nicht viel Zeit haben, beziehungsweise hat sich durch andere Dinge ablenken.

00:30:36: Oder kein Sensorium

00:30:37: dafür?

00:30:40: Aber die Fragestellung ist natürlich mühsam und anstrengend.

00:30:44: Und ich denke jetzt zum Beispiel auch in Beziehungen... Also man kann ja auch da die Sinnfrage stellen.

00:30:51: Was hat Bindung?

00:30:53: Was hat Beziehung?

00:30:56: Worin liegt der Sinn füreinander?

00:30:58: Was schenkt man

00:30:59: sich?

00:30:59: Ja, Benedikt.

00:31:02: Da sagen wir jetzt einen Satz aus einer mindestens ein Kilometer langen Literatur über Beziehung weil das ja von so vielen abhängt mit wem du zusammenkommst was dich anzieht was dann automatisch später... in Abgründe führen kann oder ist egal?

00:31:26: Ja, aber die schönsten Liebesgeschichten und Beziehungsgeschichten leben ja trotzdem von der idealen Vorstellung der Liebe.

00:31:37: Und dass sie die Liebe finden!

00:31:41: Das meine ich auch weil wenn es irgendwelche Zweckbeziehungen sind dann liegt ja der Sinn woanders.

00:31:49: wenn diese idealisierte Vorstellung in der Literatur auch nach aller Trübsahl, nach allen Umwegen, nach einer Verhinderung, plötzlich finden sie dann doch das Glück.

00:32:03: Und das Glück ist diese Liebe füreinander miteinander

00:32:09: Der Gleichklang der Seelen, oh mein Gott!

00:32:12: Ich kann das schlecht hören.

00:32:15: Weil es nichts mit der Realität zu tun hat?

00:32:18: Ja und

00:32:18: wenn Sie uns das einreden, ich habe das Gefühl da ist mir ja... Mein Hirn geschädigt worden.

00:32:25: Oh

00:32:25: mein Gott, der Elsbett, jede Literatur das ein, was ich über den Leben damit beschäftige!

00:32:30: Aber schaut euch alle Märchen an ja?

00:32:32: Es geht immer wurde uns dieser jetzt als Frau der Märchenprinz vorgegagelt die Möglichkeit des endlosen Glücks und lebten sie glücklich bis an ihr Lebensende.

00:32:45: und so.

00:32:46: und diese Geschichten alle... Ich weiß nicht genau wo die herkommen.

00:32:51: Vielleicht kommen die aus diesem... na ja schon, ich gehe zurück zum Sinn.

00:32:56: Vielleicht kommen sie aus dem Gedanken was der Mensch an sich als Einzelwesen eher unvollständig ist weil er sozusagen Mann und Frau erst gemeinsam das Mensch sein ergeben

00:33:09: oder so irgendwie.

00:33:11: Ja

00:33:12: aber die Geschichten über die glückliche Liebe wer hat denn?

00:33:17: von all den Menschen, die du kennst Benedikt oder wer hat das Glück tatsächlich in eine ewig dauernde sinnstiftende Beziehung eingegangen zu sein und die ein Leben lang leben zu können?

00:33:38: Also ich kann dich beurteilen ob sie jetzt wirklich sehr langfristig und lebenslang sind.

00:33:43: stiftend ist aber Ja, doch.

00:33:46: Das gibt euch schon immer seltener aber ich sehe es schon.

00:33:50: Aber apropos Märchen... Ich habe einem Freund kürzlich zum Geburtstag eine Karte geschenkt und diese Karte hatte mehrere davon.

00:34:03: Und das ist eine besondere Karte die kann man nämlich so eine A-Sex-Karte Und die ist zusammengeklappt, also so wie ein Fenster.

00:34:11: Das

00:34:11: kenn ich ja und da

00:34:12: machst du es auch?

00:34:13: Genau!

00:34:14: Du hast quasi außen bei dieser zwei Fensterflügel hast du ein Bild... ...und dann klappst du es nach außen auf und hast innen noch einmal ein Bild.

00:34:22: Auch in die Flügelsite, innenseite und auch die Mittelseite.

00:34:30: Wenn du es zugekloppt hast, dann siehst du links quasi so angedeutet einem Brunnen mit dem Frosch und den Krönchen.

00:34:39: Und eine Prinzessin, also das ist aus dem Märchen Froschtkönig.

00:34:44: Ja ja!

00:34:45: Und dann öffnest du das... ...und dann erwartest du, jetzt wird der Froschs zum Prinzen.

00:34:54: Dann sitzt er auch auf der Couch mit bierenden Level?

00:34:56: Nein,

00:34:56: nein um Gottes Willen, deine Fantasie geht mit dir durch.

00:35:00: Nein, du klappst es auf Und der Frosch sitzt weiterhin mit seinem Krönchen dort und die Prinzessin ist auch zum Frosche geworden.

00:35:08: Ah, so geht es auch?

00:35:09: Mit dem Krönchchen am Kopf und mit den Prinzessen.

00:35:13: Das

00:35:13: ist nett!

00:35:14: Sehr nett!

00:35:15: Also die Überraschung... Aber das ist mir jetzt nur so eingefallen.

00:35:20: Na ich weiß nicht ob ... Ich würde eher bei was den Sinn anlangt gar nicht zu sehen in der Beziehung sondern ich glaube es ist schon stark das Individuelle wenn.

00:35:32: dann beantwortet es den Sinn meines Lebens in der Beziehung für oder mit, dass das sinnstiftend ist.

00:35:43: Aber ich bin jetzt sehr schwierig, ob sie die Beziehungen ansieße.

00:35:47: Ja wir kommen da auch auf ein Glatteis.

00:35:49: Das ist vielleicht eine andere Dimension?

00:35:51: Ja.

00:35:52: aber was mir noch einfällt, wenn ich so einen hundert- oder hundertfünfzig Jahre zurückdenke oder Mensch noch so richtig intensiv eingebettet war in die Natur.

00:36:07: Und das heißt ja Kraftschöpfen aus der Natur, ob nicht die Natur den Sinn anbietet ein Sinn des Lebens in sich selbst mit all dem Zyklus des Werdens und Vergehens.

00:36:25: also geboren werden und sterben.

00:36:30: Und es gibt auch heute, es gibt wieder so sieh.

00:36:33: Es gibt Therapien für Städter vor allem die nennen sich das Waldbaden und das heißt doch immer im Wald wirst du die Ruhe finden oder geh hinaus in die Natur.

00:36:47: Sieg selber finden.

00:36:48: Du findest dich und du findest den Sinn in deinem Leben.

00:36:52: Das ist ja alles eigentlich sehr spirituell.

00:36:56: Das weiß ich nicht, ob das spirituell ist.

00:36:58: Ob es nicht einfach biologisch ist sozusagen du findest dich als ein lebendiges Wesen so wie der Baum oder die Wolken oder wenn du auf dem Berg gehst und den See schaust Da denke ich eigentlich nicht, dass das ein Gotteserlebnis hat oder spirituell ist sondern einfach.

00:37:25: Spirituell hatte er ja nicht nur mit Gott zu tun, sondern es hat etwas mit der Seele und den geistigen Vorstellungen.

00:37:33: So kannst du schon sein, Attila, also sozusagen der Mensch als ... Einheit, ein Lebenskraft

00:37:40: oder die Lebenskraft der Natur in den Bäumen umarmen und so.

00:37:46: Das würde ich schon als sehr eine spirituelle Handlung sehen.

00:37:49: Ja aber auch ohne umarme.

00:37:51: also ich spüre schon auch ich persönlich nicht in dem Ausmaß wie ich es lese von anderen Leuten ja aber ich spüre durchaus eine Kraft Und eine schöne Einheit mit all dem, was so wächst und lebt wenn ich in der Natur bin.

00:38:14: Also...

00:38:15: Aber wie beantwortet dir diese Erfahrung die Frage nach dem Sinn?

00:38:24: Weil das sind ja so Erfahrungen, die man natürlich macht dass man zur Ruhe kommt und dass man sich selber vielleicht besser spürt oder zur Selbstliebe kommt und selbst akzeptant, so dass sich selbst das Teil der Natur und der Welt wahrnimmt.

00:38:45: Aber das ist ja ein Sehen oder?

00:38:47: Das Sehen wird es ja gesagt, ob das Sehen des Lebens in sich selbst, dass es viel zu... Vielleicht ein überkant titelter Anspruch ist, der dem Individualisierungsbedürfnis gerade unserer Zeit entspricht.

00:39:03: Der früher ja in diesem Sinn überhaupt nicht da war.

00:39:06: nur vor zweihundert Jahren hat keiner gedacht ich muss für mich persönlich einen Sinn finden im Leben.

00:39:13: das war ja noch nicht ein übliches Denken es ist erst jetzt so.

00:39:22: Ja, aber weißt du was schon immer gegeben hat?

00:39:26: Natürlich für sehr ausselektiert nur für eine bestimmte Gruppe oder für einzelne Individuen ein Monument zu schaffen.

00:39:37: Also weißt Du etwas zu schaffen was bleibt und ich habe das vorher auch gedacht.

00:39:43: also Was habe ich selber oft gedacht, ich wollte immer berühmt werden.

00:39:48: Ich wollte früher berühmt werden und das kennen wir ja viele gerade heute mit den Social Media.

00:39:55: also dieses Berühmtsein Beachtet zu sein wahrgenommen zu werden etwas zu schaffen etwas dass bleibt Das spätere Generationen diese Vorstellung die haben mir auch viele von dem was bleibt Also auch die Illusion dass dann spätere Generationen noch an mich denken Und wir wissen umgekehrt, wie flüchtig das ist.

00:40:18: Aber unsere Städte, unsere Länder leben ja aus vielen solchen Biografien von denen was bleibt.

00:40:26: und da ist es dann sehr einfach den Sinn zu sagen weil die haben wirklich etwas geschaffen, der hat etwas geleistet, er hat ... Weil er sich eine Epoche geprägt hat oder einen

00:40:42: Krieg gewonnen

00:40:43: Genau.

00:40:44: Naja, also ich finde das einen sehr spannenden Teilaspekt den du da hereinbrängst von der Sinnfrage die Frage was bleibt von mir wenn ich sterbe?

00:40:57: Also ich stelle schon die Frage auch in dem Raum ist es tatsächlich mit der Sinnfrage verbunden?

00:41:04: Na aber schon!

00:41:06: Inwieweit für dich?

00:41:07: Ich

00:41:07: glaube schon weil der Mensch.

00:41:12: so meine Erfahrung oder meinen Denken, meinem Denken nach möchte der Mensch schon auch sehen was er bewirkt hat in seinem Leben.

00:41:27: Er möchte gerne einen Beweis haben dass er zurecht hier lebt oder so.

00:41:34: die meisten sind nicht zu früh noch.

00:41:35: ich leb halt und dann sterbe ich wieder wie es zum Beispiel in der Natur tut.

00:41:43: Das ist der eine Aspekt, dass man vielleicht von der Natur das lernen kann.

00:41:46: Dass man sich hintehmütig dem hingibt und dass ich lebe und dass es Sinn macht und dass das Sinn in dem Leben selbst ist.

00:41:57: Und das andere, was ich leber und möchte, dass das einen sichtbaren Sinn macht.

00:42:06: Was bleibt von mir?

00:42:08: Ja, und das ist verbunden mit Wert.

00:42:11: Ich möchte, dass mein Leben einen Wert hat.

00:42:14: Wenn du z.B.

00:42:15: denkst wir lassen uns meistens ja auch nicht anonym begraben sondern das ist ganz wichtig, egal wie dann die Grabstätte ausschaut.

00:42:26: Dein Name drauf steht dass einfach zumindest irgendwas was bleibt... Das ist ja auch so eine Fragestellung Was bleibt von mir?

00:42:35: Ich werde eh nichts mehr davon haben aber das kommt natürlich mit diesem Wert etwas zu schaffen.

00:42:42: wenn ich natürlich also wir bauen jetzt keine Kathetralen oder keine Schlösser und es bleibt an und in zweihundert Jahren reden sie dann immer noch von der Elsbettkirche, die du gebaut hast?

00:42:55: Da steht am Grabstein her Justiz oberrevident in Ruhe.

00:43:00: Das ist halt dann nicht angehöriglich.

00:43:01: Gut

00:43:01: bei dir steht die Oberstudienrätin vielleicht... Nein,

00:43:04: nein, das glaube ich nicht!

00:43:06: Aber das halte ich schon für einen wichtigen Aspekt und erfällt mir auch ein warum es den vielen Menschen gar so wichtig ist dass die Kinder in ihre Fußstapfen drehen.

00:43:18: Das hängt vielleicht auch mit dem zusammen, jetzt hat sich der Vater diese Firma aufgebaut und das war sehr sinnstiftend für ihn.

00:43:28: Er ist auch sehr erfolgreich und er freut sich an dem.

00:43:33: und jetzt will der Sohn das nicht übernehmen.

00:43:35: Er will die Arztpraxis nicht über nehmen, er will die Firmen nicht übernähmen.

00:43:40: Das schmerzt oft dermaßen Weil man sich vielleicht auch erhofft, dass etwas bleibt von dem was man gemacht hat und weiter geht in den Kindern.

00:43:54: Ja aber ist es nicht trotzdem viel zum Materialistisch?

00:43:58: Das ist ja eigentlich doch wieder

00:44:01: das was nicht

00:44:04: auf den Kern zurückgeht.

00:44:07: Ich habe jetzt gerade nachgeschaut weißt du es hat eine deutsche Soziologin die Professorin ist für Sinnfragen und so weiter.

00:44:16: Und die hat mehrere Studien gemacht, auch mit vielen Einzelinterviews.

00:44:22: Im Rahmen von mehreren Studien wurde dann eine Liste von sechsundzwanzig Sinnquellen erstellt.

00:44:31: Ich habe da eine Leste von zehn und an erster Stelle – das ist nämlich ganz interessant!

00:44:40: Wer selbst auf der Suche ist nach dem Sinn, kann sich da inspirieren lassen von diesen Sinnquellen die da dann Ergebnis von vielen Interviews waren.

00:44:53: An erster Stelle ist ein Fremdwort das ich nachschlagen musste Generativität ist anerster Stelle.

00:45:04: Weißt du, was Generativität ist?

00:45:07: Ja, generieren ist etwas erschaffen.

00:45:09: Dass man etwas macht und etwas Neues.

00:45:12: Und vielleicht steckt sogar ein bisschen mit viel Fantasie auch die Generation drinnen.

00:45:18: Also das, was du jetzt gerade gesagt hast... also den Begriff wesentlich geprägt ist.

00:45:23: auch lustig weil der Erik Ericsson, der ist auch in der Pädagogik bekannt, auf einmal eben auch

00:45:30: in einer

00:45:31: Psychologie, also als Psychoanalytiker Und der hat den Begriff wesentlich geprägt, dass es geht um einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten.

00:45:41: Für das Ganze, für das Große oder für die nächsten Generationen

00:45:47: und

00:45:48: eben... Es geht halt wirklich darum Dinge zu tun und Dinge zu schaffen, die einem bleibenden Wert haben.

00:45:56: Und da steht tatsächlich ein Ergebnis von diesen Studien an erster Stelle.

00:46:01: Wenn du möchtest, dann sag ich dir noch die anderen.

00:46:04: Ja?

00:46:05: Es ist eine Fürsorge.

00:46:08: an zweiter Stelle...

00:46:09: Geh!

00:46:10: ...an dritter Stelle Religiosität,... ...dann Harmonie, Entwicklung, soziales Engagement, bewusstes Erleben, Naturverbundenheit, erneuerter Stelle Kreativität und ein sehnter Gemeinschaft.

00:46:28: Aber an erster Stelle steht tatsächlich also das Ergebnis von vielen, vielen Interviews mit Menschen die sich mit der Sinnfrage auseinandersetzen.

00:46:39: Die Generativität.

00:46:40: Sehr interessant!

00:46:43: Das glaube ich auch.

00:46:45: Kann ich gut klaren.

00:46:47: und ich glaube es gibt ein sehr gutes Gefühl weil einem ja immer gesagt wird Was von dir bleibt, was körperlich für dich bleibt ist ein Häufchen Asche.

00:47:01: Und das wurde uns ja auch in meiner Religion jeden Aschermittog Ascha gesagt.

00:47:10: Mensch wird zu Asche!

00:47:12: Ich denke Menschen, dass du staub bist

00:47:17: und zu Staub zerfällst.

00:47:22: Als mein jüngster Sohn Beim Zivildienst war in einem Pflegeheim kam er mit seinen neunzehn Jahren nach Hause und sagte, mein Gott, Mama.

00:47:34: heute ist daher was wir sehen, nicht mal Straß gestorben.

00:47:41: Weißt du das hat mich schon sehr erschüttert?

00:47:43: Es passt in eine Hand, was von dem geblieben ist.

00:47:47: Das bleibt vom Leben!

00:47:49: Das hat ihn so in den Grundfesten.

00:47:51: Es ging es nicht um den Herrn Strauß.

00:47:54: Darum erzähle ich überhaupt diese Geschichte, sondern es geht um das Bedürfnis was bleibt und ist denn alles umsonst?

00:48:03: Und drum findet es schon einen sehr wichtigen ... Das glaube ich, dass dies an erster Stelle steht!

00:48:12: Ich bin zum Beispiel jetzt oft traurig weil mein... Vorsatz für dieses Leben eigentlich, seit ich denken kann immer schon war.

00:48:24: Durch mich soll diese Welt um ein ganz kleines bisschen besser werden?

00:48:30: Ja

00:48:30: ja, das ist Frau Missionari und da reichen wir auch wieder die Handtraher.

00:48:41: In uns beiden steckt doch so der Hauch von den Welt.

00:48:45: verbessern Und dann im besten Fall natürlich auch recht das mit Anerkanntheit zu verbinden.

00:48:54: Ja, vielleicht hätten wir in die gute Schillerzeit gehört, in den Idealismus.

00:48:59: Jetzt stehen wir da mit unserem Idealismus ansehen überall der Realität ins

00:49:03: Auge.

00:49:05: Müssten die Realität...

00:49:06: Vielleicht hätte Goethe und Schille heute überhaupt keine Bedeutung mehr, weil ja mittlerweile eh jeder ein Instagram Star werden kann!

00:49:15: Aber weißt du, Elspeth?

00:49:17: Ich glaube also diese Generativität dieses Hinterlassen das ist mir ehrlich gesagt tatsächlich zu... ich finde leider kein anderes Wort aber es passt nicht zum Materialistisch.

00:49:31: Es fehlt mir das humanistische, es fehlt mir.. ich würde da tatsächlich für mich mehr zum spirituellen tendieren weil Dieses Monument, dieses Denkmal das man sich bauen möchte hat ja was für die Nachwelt und von dem habe ich ja persönlich gar nichts.

00:50:00: von der Illusion.

00:50:02: Also ich lebe von der illusion, dass sich wenn ich einmal tot bin dann werden die Menschen noch vor mir reden, dann werden den Menschen vor meinen Denkmal stehen.

00:50:10: ja aber Wenn das Leben dann vorbei ist also von mir aus wenn man ein Leben nach dem Tod klappt dann freut man sich darauf oder kann es dann beobachten?

00:50:20: Ist auch interessante Vorstellung.

00:50:22: Aber für mich ist schon die Sinnfrage entscheidend im Lebensverlauf und ihm heute und jetzt Und in meiner Entwicklung und hat damit zu tun, mit der Zufriedenheit

00:50:35: wie

00:50:36: ich mein Leben lebe.

00:50:37: Oder auch wenn es wirklich um das Ende des Lebens geht dann, damit ich zufrieden sterben kann, wenn man jetzt so will.

00:50:49: Weil ich einfach erkannt habe was hab' ich?

00:50:54: Wo bin ich angefühlt Was lässt mich leben?

00:50:59: Und ich glaube, das ist sehr individuell.

00:51:04: Das kann verbunden sein in dem manche hundert Bücher schreiben.

00:51:08: Es kann damit verbunden werden, dass jemand einfach ganz bescheiden lebt und mit der Natur lebt, den Morgen begrüßt und die Sonne verabschiedet oder ausgeglichen lebt.

00:51:24: in der Familie, in der Gemeinschaft.

00:51:27: Das ist sehr individuell und da würde ich sagen das Sinn lässt mich leben.

00:51:36: Genau!

00:51:37: Und gleichzeitig suche ich.

00:51:41: Jetzt mache ich schon einen Schritt auch in die Schule.

00:51:49: wenn ein Kind Nun von mir aus acht Jahre, neun Jahre oder gar zwölf Jahre in der Funktion funktionieren bleiben muss.

00:52:01: Weil Schule eben so ausgerichtet ist dass man das tun muss für die Note also dass man gut aussteigt mit welchem Mittel noch immer wenn man ja so lebt wie halt oft dass die schule verlagt dann ist dieser Schulweg Ja, eigentlich ein Hindernis auf dem Weg zur Selbstfindung.

00:52:25: Weil man eher betoniert wird in die Haltung ich tue was andere mir anschaffen.

00:52:35: und das sind wir jetzt schlagartig bei einer Schnittstelle zu all dem was wir in unseren bisherigen Podcasts gemacht haben oder gesagt haben dass es ganz wichtig ist, was ein Mensch erleben darf oder das Kind erleben.

00:52:56: Was er selbst kann und was er selbst denkt.

00:53:01: Es muss eine wichtige Grundlage sein, dass man Sinn findet für sich selbst der dann auch tragen kann durch Schicksalsschläge.

00:53:13: Wir dürfen uns ja das Leben nicht schön reden!

00:53:16: Es ist nun mal so, dass das Leben genau so anzubieten hat, Dinge die sehr, sehr weh tun.

00:53:25: Aber was du wenn du in der Schule ansprichst das sind Stiftende oder ich denke dass da schon Vorbereitungen sind natürlicherweise für das Leben aber wenn es so gelingt dass man herausfindet wo meine Talente sind und ich dementsprechend gefördert werde Dann trägt es natürlich dazu bei, dass mein Leben und das was ich dann tue und vorbereitet wird in der Hinsicht.

00:53:57: Das zumindestens... Ich freude daran habe!

00:54:01: Und das wäre vielleicht schon ein ganz kleiner Schritt in die Richtung, dass meine tun Auch dann einen Sinn für mich bedeutet.

00:54:08: Aber das erleben Sie ja nicht!

00:54:10: Dann muss man natürlich erst entdecken und finden... Und

00:54:13: da muss jemanden geben, so wie bei uns, dieser Hengstschläger sagt in seinen Vorträgen Wenn ein Kind besonders begabt ist in irgendwas, sage ich zum Beispiel im Schreiben dann muss es trotzdem die ganze Zeit in erster Linie Mathematik üben, weil da ist es schlecht und wird nicht im Schreiben gefördert.

00:54:35: Also so wie unser System, das muss ja überall bestehen.

00:54:39: So ist unser österreichisches und deutsches System als amerikanisches zum Beispiel ganz anders.

00:54:46: aber ich will jetzt nicht hier in den Tiefen gehen in diesem Vergleich, denn alles hat seine Vor- und Nachteile.

00:54:53: Aber... Ich glaube Und das steht ja auch im Lehrplan schon in der Volksschule, dass am Ende der Grundschule das Kind ein Bewusstsein haben soll über das was es besonders gut kann.

00:55:10: Wo seine Persönlichkeit wo seine Stärken und Schwächen sind.

00:55:15: also die Forderung dass man in der Schule über sich selbst lernt indirekt natürlich durch das wie man lernt, was man tun muss.

00:55:25: Was man selbst schaffen muss, womit man sich auseinandersetzen muss.

00:55:30: Das sind ja alles wertvolle Bausteine um zu sich selbst und damit zum eigenen Sehen für das eigene Leben zu finden.

00:55:41: Und da glaube ich haben wir noch Entwicklungsbedarf.

00:55:48: Da gehört natürlich zuerst einmal überhaupt das Bewusstsein dazu, dass ich anerkenne, dass die Suche nach dem Sinn und die Antwortversuche einen Sinn machen für mein geglücktes oder mein zufriedenes Leben.

00:56:06: Für meine Entwicklung.

00:56:08: Und genau das möchte ja die Schule und das Bildungssystem darauf vorbereiten.

00:56:13: Ja

00:56:13: aber Sie kennen es ja nicht!

00:56:15: Weil natürlich stimmt... Ich muss halt Französisch lernen Und es ist nie Thema...

00:56:23: Warum?

00:56:24: Was werde ich davon haben, wenn ich Französisch kann.

00:56:27: Das ist jetzt so ein kleines simples Beispiel aus der untersten Ebene.

00:56:32: Wir reden ja eigentlich viel mehr im abstraktaren Bereich aber wenigstens das verlange ich von Schule dass ein Kind zu jeder Zeit weiß wozu er etwas macht was das Wesen selbst bedeutet

00:56:50: weil das in der Handlung des SIM-Stiften erkannt

00:56:53: wird.

00:56:54: Ja, und das ist sie auch eigentlich verpflichtend vorgegeben?

00:56:59: Absolut!

00:57:00: Aber um jetzt sozusagen die Lebensfrage also die Sinn-Lebensfrage eine Sinnfrage oder den Sinn des Lebens.

00:57:10: Mir liegt die Frage auf der Zunge an dich als langjährige Pädagogin abgesehen von deiner germanistischen Erfahrung.

00:57:19: Und ich bin mir sicher, da wird in vielen Unterrichtsstunden das Thema nach dem Sinn des Lebens von Literaturen begonnen sein.

00:57:30: Aber wie ist grundsätzlich deine Einschätzung?

00:57:33: Also jetzt einfach so von deinem Gefühl und aus deinen Blickwinkel und Beobachtung in der Lehrer-Innenausbildung aber durch deine eigene Praxis hat die Sinnfrage, also spirituell fürs Leben in der Schule einen Platz.

00:57:51: Kommt sie vor?

00:57:53: Ich meine ja dass es schon auch im Lehrplan denke.

00:57:58: ich habe jetzt nicht nachgeschaut aber wird man's wahrscheinlich schon finden.

00:58:02: wenn eine Bedeutung für das Leben und fürs eigene Tun gehört schon dazu auch für gehört ja eigentlich zur Kompetenz des Lebens.

00:58:11: Klar, es gehört... Selbstbestimmtheit?

00:58:14: Wenn

00:58:15: unser Unterrichtsminister kompetenzorientierten Unterricht verlangt.

00:58:20: Dann steckt er da auch drinnen, dass ich weiß warum ich etwas tu das ich den Sinn weiss von dem Ganzen.

00:58:29: Ja

00:58:30: und worüber wir jetzt eigentlich überhaupt gar nicht gesprochen haben.

00:58:32: Ich glaube zum Beispiel Alles, wo unsere Gesellschaft ja ausgerichtet ist und von den Werten her die Freiheit des Menschen oder die Freiheit in unserer Gesellschaft hat er auch sehr viel Freiheit.

00:58:46: Er hat viel mit Selbstbestimmtheit und dass ich selbst den Sinn bestimme zu tun.

00:58:52: Aber noch einmal zur Frage jetzt in der Schule.

00:58:56: Hat es

00:58:56: da Platz?

00:58:57: Kommt das vor?

00:58:57: Ich glaube, dass das viel zu wenig nur Raum einnimmt einfach nicht, dass es extra Thema sein soll.

00:59:08: Extra Thema ist es wenn wir sowohl in einem guten Ethik unterrichten oder von mir aus in einen guten Religionsunterricht.

00:59:16: aber ich rede nicht von dem das es explizit Thema ist worin siehst du deinen Sehen und wie schaut für dich ein erfülltes Leben aus?

00:59:26: Das glaube ich muss nicht Aufgabe der Schule sein Wobei ein Werteunterricht für mich schon sehr bedeutend ist, aber das muss ich in jedem Fach zeigen und da glaube ich hinten mir ganz einfach sehr hinterher weil die Schule das nicht leistet diesbezüglich was sie leisten müsste.

00:59:50: Weil das Individuum zu wenig gefragt wird, weil es viel zu wenig... Anleitung zum Selbertun gibt, zum Reflektieren über das Getarne.

01:00:01: Zum Nachdenken über die eigene Leistung oder zum Selbstbestimmen.

01:00:08: Wie kann ich die geforderten Leistungen, die ich am Ende des Schuljahres vorweisen soll?

01:00:18: Also es gibt viel zu wenig Selbstbeteiligung nach wie vor in der Schule und Da gibt es auch viel Verweigerung von Seiten der Lehrer, die sich da nicht hinaussehen und das finde ich schade.

01:00:33: Und natürlich finde ich auch schade dass zu wenig geschult wird oder bewusst gemacht wird was Vorbildwirkungen bedeutet.

01:00:47: Natürlich stehe ich vor der Klasse als Lehrende oder auch als Lehrender stehe Ich mit meinen Verben

01:00:57: Als Rollmodel.

01:00:58: Wie ich mit Konflikten umgehe, was ich tue mit Menschen die sie von mir aus nicht ordentlich benähen und anführungszeichen benehmen.

01:01:09: Mit allem wie ich bin als Lehrerin und da bin ja sehr gefordert weil ich auf mindestens zwanzig Individuen vor mir habe die mir doch einiges aufzulösen geben und wenn ich dort nicht trainiert Gut geschult bin ich in Kommunikation, in Wertschätzung und respektvoller Art mit anderen umzugehen.

01:01:31: Geh wie genau das weiter!

01:01:33: Also die Werte, die für mich sehr nahe zusammenhängen mit Sehnstiftung – weil das haben wir ja zuerst da gesagt mit dieser Pyramide der Bedürfnispyramide ist sie nicht von Pavlov?

01:01:47: Ich glaube schon aber erforscht.

01:01:52: Da habe ich noch gar nichts unterrichtet habe ich schon Werte vermittelt und habe schon meinen Beitrag gegeben zu dem, was Sinn macht.

01:02:02: Und das muss man halt ein bisschen mehr auch sich bewusst machen.

01:02:07: Welchen Sinn gebe ich denn da weiter?

01:02:14: Ich möchte zum Abschluss, weil wir jetzt gerade bei der Schule gelandet sind und dann ... und ich vorher gesagt hab ja durchsich in deinem Unterricht in Deutsch mit Literaturbeispiele gehabt Am Tisch schlag ganz klar, da geht es um Sinn auseinandersetzung fürs eigene Leben.

01:02:35: Fällt dir spontan so eine Situation ein?

01:02:38: So eine Textstelle die das ausgelöst hat bei deinen SchülerInnen wo du jetzt sagst überblickt deiner ganzen Schulkarriere und das war... Das hatte ich überrascht oder selbst ergriffen.

01:02:55: Hat man, haben sie daran geknappert?

01:02:57: Weil das so die Sinnfrage plötzlich ins Leben gebracht hat.

01:03:06: Du sprichst mich jetzt als Deutschlehrerin

01:03:08: an!

01:03:08: Ja also aus Deiner einfach spontan wenn weiß ich nicht vielleicht fällt dir was ein.

01:03:13: Also für mich ist es sehr grundlegend und kommt immer wieder vor ja wie Sie sehen klar.

01:03:24: aber Zum Beispiel hat mir auch ein Wandel so gut gefallen, weil ich ja durch sehr viele Jahre unterrichtet habe.

01:03:35: Und zum Beispiel die Leiden des jungen Werter von Goethe immer wieder mal besprochen habe.

01:03:44: kaum verlangte ich das Lesender ganz schrift obwohl es auch eine Zeit gab wo sie das unbedingt lesen wollten.

01:03:52: So umfremdreich sind ja die Leute, das wehrt das nicht.

01:03:56: Aber es geht immerhin von so darf ein Mann überhaupt nichts sein.

01:04:03: Nämlich war vor allem in den letzten ... bei den letzten Klassenformen der Pensionierung, ja?

01:04:10: Weil es wird sich sicher auch lustig gemacht.

01:04:13: Das Sinn eines Männerlebens, das wollen wir schon beim Sehen sein ist nicht dass er da becken will an Schwimmen oder wie sagt man hier dieser sondern ein Mann muss stark sein, muss erfolgreich sein.

01:04:24: also unglaublich, dass erst eher in den letzten Jahren aufgekommen ist und nicht in den autoritär geprägten Jahren ganz am Anfang.

01:04:37: Das hat mich sehr gewundert.

01:04:38: und auf der anderen Seite habe ich Jahre erlebt bei jungen Menschen, die gesagt haben wie schön und sinnvoll ist es wenn ein Mann Gedichte schreiben kann.

01:04:51: Wenn ihm eine Träne über die Wange rollt bis beim Werter ist.

01:04:56: Wenn er sieht wie ein Kirschzweig so schön erblüht was ja die Lotte ganz gefügelt macht Ja, oder so.

01:05:07: Also das hat mich schon einmal sehr gewundert und natürlich auch war für mich sehr spannend mit den jungen Menschen zu deportieren.

01:05:17: weil du sagst was mir spontan einfällt Was ist es dass eine Frau wie Medea soweit bringt?

01:05:27: Dass ihre eigenen Kinder tötet?

01:05:30: zum Beispiel

01:05:32: Da bist jetzt in der Mythologie

01:05:34: Wie weit muss man da kommen?

01:05:37: Ja, ich war ja nie nur in der Mythologie.

01:05:40: Kommt dir in die Literatur immer wieder vor?

01:05:42: Ja aber es kommt doch im Leben heute immer wieder hervor.

01:05:45: Dass man nicht nur... Es war mir immer so wichtig dass sich diesen Glischees wie Mann leben sollte immer ein bisschen eins auch draufsetzen konnte wo man sieht das sind ja nur Glischee's Die Wirklichkeit schaut oft anders aus.

01:06:02: natürlich bringt mein Kind nicht um.

01:06:06: Es

01:06:07: kann Situationen geben im Leben eines Menschen, wo er so etwas zu tun im Stande ist.

01:06:15: Und wer wirft dann den Stein?

01:06:19: Den ersten Stein und so.

01:06:21: Also das sieht zwar nicht ganz genau aus was du wissen wolltest von mir... Über

01:06:28: das müssen wir noch extra reden.

01:06:30: Das mit der habe ich es jetzt noch nicht ganz verstanden aber nein!

01:06:40: Die Medea

01:06:42: hat

01:06:42: ein Weltbild, das geprägt ist von Naturmagie und auch von den Künsten.

01:06:54: Mit Natur auch gut umgehen zu können.

01:06:57: Sie hat sich also auch auf Hexareisen verstanden, auf seltene Steine, auf Pflanzenkunde so was und kaum die Gutreiten.

01:07:09: Und hatte ... war halt so eine sogenannte wilde Frau.

01:07:13: Das war auch das Motto unseres Projektes Wilde Frau, wilder Mann.

01:07:18: Also jetzt hole ich da nicht weiter aus aber im Zuge Die auseinandersetzung mit der wiegen Frau haben wir unter anderem diese Medea studiert.

01:07:27: Und diese Medea wurde dann in das griechische Weltbild hineingefrofft, wo also ihre Gegenspielerin – wenn man so will die ja auch den Mann ausgespannt hat eigentlich – die ganz eine zarte Stimme hatte, die feine Hände hatte... Die den Sinn sah im schönen Leierspiel, ihm gefällig sein für den Mann.

01:07:52: Und sie war aber die Wilde, die ordentlich geritten ist und nicht nur im Darmensitz und so... ...und ihr Mann zuliebe!

01:08:02: Ihre Gutensilien, die sie brauchte für ihre... Tätigkeiten als Zauberin sozusagen vergraben hat im Strand, damit sie das ja wegtut.

01:08:12: Also dies nur zur Erklärung – Sie hatte also den Sinn, denn Sie in Ihrem Leben sah total verleugnet und angenommen annämmen wollen um Ihren Mann zu erhalten?

01:08:25: Also sozusagen auch ein Gegenbeispiel in der Sinne Auseinandersetzung wenn man den eigenen Sinn verleubnet oder verkriebt und sie ist abhängig gemacht von einer Beziehung.

01:08:38: Das führt dann eben auch zu Tragödie.

01:08:44: Und so passiert es ja immer wieder, auch im täglichen Leben dass Menschen ausflippen, Dinge machen, Amur laufen einfach weil Sie für sich keinen Sinn mehr sehen können der da irgendwie besser einbettet in diese Welt.

01:09:02: Darum habe ich das jetzt als Beispiel genommen

01:09:06: Liebe Elsbeth, ja also die Auseinandersetzung mit dem Sinn und die Frage danach.

01:09:14: Also ich bin überzeugt dass es wirklich eine Lebensaufgabe ist und beschäftigt uns weiter und ich denke wir werden sicher wieder darüber reden.

01:09:27: danke dir für das Gespräch.

01:09:30: Ich danke dir auch und bin immer noch in Tiefen Gedanken, könnt natürlich noch weiter reden.

01:09:36: Aber jetzt genügt es mal fürs Erste!

01:09:38: Danke Benedikt.